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Monatsrückblick Juli 2026:
Ruhe und Tatendrang

Der Juli hat irgendwie immer etwas von einem Übergang, oder? Zwar steht er im Kalender klar in der Mitte des Jahres, aber man spürt, wie sich das Jahr langsam in Richtung Herbst bewegt. Übrigens habe ich gelernt, dass im keltischen Kalender der 1. August bereits den Herbstanfang und damit die Erntezeit markiert. Erst in diesem Jahr ist mir aufgefallen, wie prall die Früchte schon Ende Juli sind und wie sich die Blätter langsam verfärben.

Für mich war der Juli geprägt von einer guten Balance zwischen Tun und Pausen. Stillstand war es dabei nicht – vielmehr ging es um bewusste Ruhe: alles aus der Hand legen, spazieren gehen, die Natur genießen oder einfach mal den Laptop zuklappen und für ein paar Tage einen digitalen Detox einlegen. Gleichzeitig waren da aber auch viele Ideen, aus denen schöne Tests entstanden sind. Diese können Menschen als Einstieg in einen eigenen Prozess unterstützen.

Angst hat einen Auftrag

In den letzten Jahren habe ich mich intensiv mit dem Thema Angst auseinandergesetzt: Ich habe viel darüber gelernt, selbst ausprobiert und mit anderen gesprochen – auch mit Menschen, die sich professionelle Hilfe gesucht haben, um es anzugehen. Das finde ich immer einen sehr wichtigen und richtigen Weg.

Angst hat immer einen Auftrag: Sie will uns schützen. Und dafür dürfen wir dankbar sein. Jedes Gefühl hat eine Aufgabe in uns. Wut kann Antrieb sein oder Grenzen setzen, Traurigkeit kann bedeuten, dass etwas abgeschlossen wird. Gefühle sind wichtig, weil sie manchmal schneller sind als der Verstand.

Doch wenn uns Gefühle im Leben eher blockieren und aufhalten, dürfen wir durchaus genauer hinschauen, sie hinterfragen und in einen inneren Dialog treten. In diesem Zusammenhang habe ich im Juli eine spannende Podcastfolge von Laura Seiler gehört: Angst blockiert dich? So gehst du TROTZDEM für dich los.“ Darin sprach sie davon, der Angst einen anderen Auftrag zu geben. Ich fand das eine spannende Idee und habe im Juli damit gearbeitet.

Die Angst ist ohnehin da – und das soll sie auch sein. Aber manchmal braucht sie einen neuen Auftrag, um statt zu blockieren, anzutreiben.

Laura formulierte es ungefähr so:
„Liebe Angst, dein Job ist es, genau das in mir zu aktivieren, was zu meiner größten Angst wird: am Ende meines Lebens zu sehen, dass ich nichts von dem getan habe, was ich wollte.“

Ideen und neue Gedanken

Blumen Trocknen

Als ich meine alten Bücher durchgeschaut habe, sind mir plötzlich getrocknete Blumen und Blätter entgegengefallen. Ich hatte ganz vergessen, dass diese noch dort waren. Das brachte mich auf die Idee, durch ein paar Wiesen und Wälder zu spazieren und weitere Blätter und Blüten zu sammeln, um sie zu trocknen.
Mal sehen, was ich damit anstelle werde.

Problem oder Rätsel?

In letzter Zeit habe ich mich über Kommentare unter meinen YouTube-Videos gewundert – nicht nur unter meinen, sondern auch unter denen anderer Menschen, denen ich folge. Grundsätzlich frage ich mich oft: „Warum schreibt ein Mensch das gerade?“ Und vor allem: „Was soll man damit jetzt anfangen?“

Doch nicht nur in der digitalen Welt, auch offline denke ich mir manchmal meinen Teil, wenn ich etwas beobachte.

Plötzlich kam mir die Frage: „Ist das jetzt ein Problem oder ein Rätsel?“ Beide verlangen irgendwie eine Lösung, oder?

Doch ich habe erkannt: Wenn ich mit der Haltung „Das ist ein Rätsel“ rangehe, hat es etwas Spielerisches. Die Haltung „Das ist ein Problem“ trägt dagegen immer eine ernste Komponente in sich.

Was daraus für mich entstand? Ich wurde neugieriger, habe nachgefragt und bin in Austausch getreten – und das hat ganz neue Perspektiven eröffnet.

Zu Papier gebracht – Schreiben Formt Ideen

Ich bin eine Vieleserin und habe – wie so viele Menschen – echt viele Ideen und Gedanken. Es ist Fluch und Segen zugleich, wenn das Denken wie ein Kettenkarussell seine Geschichten so schnell ablaufen lässt, dass sie einem schwindelig machen.

In den letzten Monaten haben mich ständig Ideen, Gedanken, Figuren, Orte und vieles mehr nicht losgelassen – alles für eine Buchidee. Ich weiß bis heute nicht, wo das herkommt, aber ich habe begonnen, diese kleinen und größeren Geschichten aufzuschreiben. Und ich fand es mega spannend, wenn man anfängt, das aufzuschreiben, was im Kopf herumschwirrt, und die Figuren und Szenen sich fast von selbst weiterzuerzählen beginnen.

Ich weiß noch nicht, was daraus entsteht, aber ich werde immer mal wieder schreiben, wenn sich wieder Geschichten in meinem Kopf festsetzen.

WissensHäppchen – nur 5 Seiten lesen und 1000 Ideen

Seit Jahren liegt ein Fachbuch bei mir, das ich immer mal wieder angefangen habe zu lesen – und dann wieder weggelegt habe. Es ist von Claudia Thonet mit dem Titel: „Agiler Coach: Skills und Tools“.

Manchmal muss etwas länger liegen bleiben, um seine Wirkung zu entfalten. Also beschloss ich, jeden Tag fünf Seiten daraus zu lesen. Und was soll ich sagen? Jetzt wusste ich, warum ich es immer wieder weglegen musste.

Für mich steckte in diesem Buch so viel drin – wirklich gehaltvoll. In kürzester Zeit habe ich mich mit Service Design Thinking, Fixed/Growth Mindset und klarer persönlicher Transformation beschäftigt. Auch wenn es im Buch um agile Methoden in Unternehmen geht, hat es immer mit einzelnen Menschen zu tun: wie sie denken, welche Skills sie haben und welche „Tools“ sie nutzen.

Sehr spannend, was man so entdeckt und was es für einen Unterschied es macht dosiert etwas zu „konsumieren“

Spruch-REIF

Ich glaube, ich habe diesen Spruch in dem witzigen Buch von Alexandra Potter „Der Wunschzettel“ gelesen, bin mir aber nicht mehr sicher, weil ich die Stelle nicht mehr finde. Doch er ist bei mir hängen geblieben – von Bil Keane. Ich finde ihn wirklich kraftvoll.

Die englische Sprache hat manchmal eine ganz besondere Power in ihren Worten.

Meine Idee: Test – Was brauchst du gerade?

In den letzten Monaten habe ich so viel mit KI gearbeitet und mich damit beschäftigt und auch genutzt um meine Dinge zu sortieren und aus einer flüchtigen Idee etwas greifbares entstehen zu lassen.

In meiner Arbeit sind über die Jahre immer wieder Ideen für kleine Anleitungen, Begleiter, Frameworks und Übungen entstanden – daraus sind PDFs geworden, die ich kostenfrei anbiete und die sich mal dort und dort auf meiner Seite verteilen.

Mein Ziel ist es immer – Menschen ihren eigenen Einstieg in eine Veränderung bzw. in einen Prozess zu finden. Meine Tools können dabei andere Blickwinkel verschaffen und so entstand eine Idee den Menschen mit Fragen – niedrigschwellig auf ein Tool hinzuweisen.

Stundenlang habe ich daran gearbeitet, einen kleinen Test zu erstellen: ein paar Fragen, die dann das passende Tool vorschlagen, das man sich herunterladen kann oder für das man sich in eine E-Mail-Reihe eintragen kann. Das hat echt Spaß gemacht – und plötzlich entstand eine weitere Idee die ich im Anschluss auch gleich umsetzen musste.

Test-Jahres-wende-Wechsel-Modus

Seit zwei Jahren biete ich diese Reflexion als kostenfreie Begleitung für andere an. Denn gemeinsam macht es doch gleich mehr Spaß, oder? Vor allem kann diese Zeit sehr anstrengend sein, und es lohnt sich, sie mit ein paar Gleichgesinnten zu verbringen.

Durch meinen Test zu meinen eigenen Tools kam mir plötzlich eine Idee: Wir Menschen sind in dieser Zeit oft unterschiedlich gestimmt und motiviert. Wie ein Modus, der eingeschaltet wird – oft verbunden mit dem gesamten Jahr. So, wie das Jahr war, beeinflusst es uns auch in der Zeit zwischen den Jahren.

Daraus entstand meine Idee: sechs Jahreswende-Typen (oder auch Jahreswechsel-Typen) zu kreieren. Mit ein paar Fragen lässt sich das Ergebnis dann mit kurzen Impulsen anzeigen. Optional könnte man sich die Auswertung per E-Mail zukommen lassen – inklusive Anmeldung zu meiner kostenfreien Jahreswende-Wechsel-Begleitung.

Ich teste gerade noch, verfeinere die Idee und lasse andere kurz drüberschauen, um sie ab September freizugeben. Es macht so viel Spaß, wenn Dinge entstehen und Form gewinnen, sobald man beginnt, an ihnen zu arbeiten.

Am ersten September ist er online und ich freue mich bereits jetzt darauf.
Man kann sich bereits vorab anmelden.

Natur – versteckt, entdeckt, verdreckt

Auch wenn es manchmal recht warm war, lädt das Wetter immer dazu ein, lange Spaziergänge zu machen oder zu wandern. Diesmal ist mir extrem viel aufgefallen: Ständig habe ich Dinge entdeckt, wie Raupen, die mir ständig im Weg lagen. Ich habe gelernt, dass es Bachmuscheln gibt, unzählige Teichfrösche in kleinen Tümpeln, und dass es Krebse im Rhein gibt – ich habe sogar einen am Ufer gefunden.

Außerdem habe ich festgestellt, dass man innerhalb von 30 Minuten zwei Müllsäcke am Rheinufer füllen kann. Das hat mich persönlich echt traurig gemacht: wie viel Pfand überall herumliegt – Menschen werfen Geld weg. Und dann noch Spechte, die sich schockmausern, wenn sie angegriffen werden.

Initiative die sich dafür einsetzt den Rhein sauber zu halten.

Was im JUli 2026 sonst noch los war

Ausblick auf den August 2026

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