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Inneres Chaos sortieren: In 5 Schritten von Überforderung zu klarer Ausrichtung

Fühlst du dich auch zunehmend orientierungslos und überfordert?

Willkommen im Club, würde ich mit einem Augenzwinkern sagen. Aber ganz ehrlich: Für viele ist gerade nichts zum Zwinkern, sondern einfach nur anstrengend. Und ich verstehe das sehr gut. Auch ich kenne diese Momente im Leben, in denen alles wie ein Rauschen durch einen hindurchzieht und klare Gedanken sich einfach nicht einstellen wollen. Inklusive der irritierten Gesichter und Reaktionen anderer, wenn man sich dann doch den Mut fasst, dieses subtile Chaos in Worte zu fassen.

Manche Menschen trifft dieser Moment ganz leicht, andere lange und tief. Aber viele von uns landen irgendwann an einem Punkt, an dem wir uns fühlen wie ein riesiges Wollknäuel, völlig wirr und verknotet. Ich kenne diesen Moment sehr gut: dieses Gefühl von völligem Verknotet-Sein und den Punkt, an dem man beginnt, sich wieder zu entknoten. Selbstehrlich hinzuschauen. Radikal ehrlich zu sein, mit den Dingen, den Menschen, der Umgebung, der Arbeit und vor allem mit sich selbst. Einen Ist-Zustand anerkennen, akzeptieren, dass es gerade so ist, und entscheiden, was der wichtigste nächste Schritt ist.

Was steckt hinter diesem inneren Chaos wirklich?

Manche würden es eine Sinnkrise nennen. Ich spreche hier von einem nervenaufreibenden, oft unsichtbaren inneren Prozess oder auch ganzen Prozessketten. Einem Prozess, dem man kaum noch folgen kann, den man aber sehr deutlich spürt. Und es ist kein Prozess, der plötzlich über einen hereinbricht, sondern einer, der sich Stück für Stück entwickelt, bis man an diesem Punkt ankommt und innerlich denkt: „Alles Sch****.“

Die Gründe, Themen und die Komplexität dahinter haben viele Ursachen und Verknüpfungen. Manchmal blicken wir es selbst nicht wirklich und fühlen uns ausgebremst und unverstanden, von anderen oder auch von uns selbst. Aus meiner persönlichen Erfahrung heraus gab es einige Punkte, an denen ich schmerzlich, aber radikal selbstehrlich hinschauen durfte, um zu erkennen: Ich bin ein Teil der Gleichung, und sie ergibt immer wieder überwiegend das gleiche Ergebnis, aber kein neues. Also kann ich erst mal nur bei mir selbst anfangen, innerlich Ordnung schaffen und das „Problem“ zunächst verstehen, statt sofort nach Lösungen zu suchen.

Der Moment, in dem die innere Ordnung kippt

Bei mir hatte es sich angefühlt, als wäre meine innere Ordnung vorbei. Eine Ordnung, die ich mühsam und, rückblickend betrachtet, auch mit Selbstlügen und ständigen Anpassungen aufrechterhalten hatte. Ich war schon lange nicht mehr glücklich damit, wo ich war und wie ich war. Sich das einzugestehen, ist schon mal ein ganzer Karton im emotionalen Keller.

Kennst du das? Vollgestellte Keller, in denen kein Platz mehr ist. Der Moment beim Umzug, wenn plötzlich alles kreuz und quer herumliegt. Oder wenn du mal richtig aussortierst und alle Schubladen und Schränke ausleerst. Genau so stelle ich mir diese inneren Momente vor: Alles liegt unsortiert, aber gleichzeitig irgendwie offensichtlich vor einem und will neu sortiert werden.

*KI generiert: GedankenChaos und emotionaler Keller

Vom emotionalen Bienenschwarm zur Klarheit: 5 Schritte zum Sortieren

Für mich fühlte sich der Startpunkt an wie ein Bienenschwarm: eindeutig unangenehm, nicht unbedingt gefährlich, aber überfordernd. Ich wusste erst gar nicht, wo und wie ich anfangen sollte, mich da herauszuwinden.

1. Innerlich Stopp sagen

Der erste Schritt ist, überhaupt anzuerkennen: Hier ist gerade zu viel. Ein bewusstes inneres Innehalten, bevor irgendetwas sortiert werden kann.

Akzeptieren, dass es so ist, wie es gerade ist. Hier geht es darum, eine klare Entscheidung zu treffen, für sich selbst, auch wenn es sich zunächst wie eine Art Kontrollverlust anfühlt. Denn genau mit dieser Entscheidung und dem anschließenden Handeln beginnt bereits, sich die Kontrolle zurückzuholen. Nichts erzwingen, einfach den ersten Schritt gehen.

2. Das Chaos sichtbar machen

Schreiben hat mir dabei sehr geholfen, das Visualisieren meiner Baustellen, der offenen Loops im Kopf. Ich habe zum Beispiel Post-its genommen und alles in Stichworten aufgeschrieben, egal wie banal oder gerade unwichtig es schien. Einfach in einem klaren Zeitfenster aufschreiben, was in einem rumschwirrt.

Wenn du das für dich auch ausprobieren möchtest, empfehle ich wirklich Post-its oder kleine Zettel, auf denen jeweils nur eine Sache steht. Damit kannst du später gut weiterarbeiten, wenn es an das Sortieren und Priorisieren geht.

3. Beobachten, was sichtbar wird

Dieses Visualisieren und der Moment der Überraschung darüber, was mich da eigentlich beschäftigte, oft sehr unbewusst, weil sich die Gedanken einfach überschlagen hatten, war für mich sehr aufschlussreich.

Das Visualisierte einfach mal beobachten, sich selbst dabei beobachten und erkennen, wie es vielleicht ruhiger wird. Es kann helfen, das Gedankenchaos auf Zetteln jetzt im Außen zu sehen, statt zu versuchen, alles im Kopf zu lösen. Dabei darfst du dir Zeit lassen und die Zettel auch mal liegen lassen.

Ich glaube, das ist einer der wichtigsten Punkte dabei: nichts ausreden, kleinreden, ignorieren oder anderen Schabernack mit den eigenen Wenns und Abers treiben. Auch nichts wegwerfen. Einfach stehen lassen.

4. Sortieren und priorisieren

Ich habe dann begonnen, die Zettel an der Wand nach Kategorien beziehungsweise Themenbereichen zu sortieren. Oftmals sieht man an dieser Stelle schon, welches Thema sich herauskristallisiert. Auf einem Zettel stand zum Beispiel „nächster Urlaub, Kiten lernen?“, das war nicht wichtig und gehörte in den Bereich Freizeit beziehungsweise Urlaub.

Aber das eigentliche Thema dahinter war: Was fange ich denn mit meinem Leben an? Berufliche Unsicherheit beziehungsweise Unglücklichsein. Warum werde ich ständig von Männern geghostet? Und warum verabschieden sich Freundschaften, weil sich die Prioritäten plötzlich verschieben, etwa durch die Gründung einer Familie?

Eine sehr schöne Übung, die sich auch für alltägliche Aufgaben eignet, ist die Eisenhower-Methode. Dabei werden Themen in vier Felder einsortiert. Ich habe dazu ein kostenfreies PDF in meiner sechstägigen E-Mail-Begleitung „Hokus Pokus Fokus Modus“ zusammengestellt. Völlig kostenfrei und ein Leitfaden, um dich zu sammeln

5. Ein Thema kristallisiert sich heraus

Am Ende bleibt meist mindestens ein Thema übrig, mit dem man arbeiten kann, ein Anhaltspunkt, wo und wie es weitergeht.

Ich erinnere mich noch genau: Meine Wand war voll mit Post-its in allen Farben, in den unterschiedlichsten Kategorien und Themen. Viele davon waren für den Moment völlig unwichtig.

Was dabei wirklich zählte, war: selbstehrlich zu sein. Radikal. Zu benennen, was ich sah, dachte und fühlte. Gefühle spielen dabei eine entscheidende Rolle, denn ich bin ein Kopfmensch und hatte lange vergessen, dass sich Frust, Traurigkeit und Wut nicht einfach wegdrücken lassen. Das war mein emotionaler Status quo, der nicht auf den Post-its stand, aber deutlich dazwischen zu spüren war.

Schwarz auf weiß, in Wort und Gefühl: Was durfte angegangen werden? Und das Ergebnis war, ich selbst. Rückblickend ging es nie darum, was ich erreichen will, sondern darum, worum es wirklich geht. Das innere Chaos war in Wahrheit das innere Aussortieren von Rollen, ignorierten Bedürfnissen, ungelösten Konflikten, dem Korsett fremder Erwartungen, zu klein gewordenen Lebenszielen, zu groß gewordenen Zielen und ignorierten Ängsten, im Leben etwas zu verpassen.

Das kann bei jedem anders sein, und das ist völlig in Ordnung. Mein wichtigstes Thema war, einen Zugang zu mir selbst wiederzufinden.

*KI-generiert: Innere Ordnung erschaffen

Der Wendepunkt – und die Opferhaltung, die wir alle kennen

Es ist ein einmaliger Moment, aber die Prozesse, die daraus entstehen, sind unterschiedlich lang. Es ist ein Wendepunkt, dann, wenn man sich traut, die Wende und die damit verbundene Enge anzunehmen, und sich Schritt für Schritt weiterbewegt. Auch aus einem Zustand heraus, der in der Persönlichkeitsentwicklungs-Bubble gerne als „Opferhaltung“ bezeichnet wird. Eine Haltung, die wir wohl alle mal einnehmen, mit Sätzen wie: „Ja, weil XY das und das gemacht hat.“ Oder etwas subtiler, in Form von Lästern über andere, um nicht bei sich selbst hinschauen zu müssen.

Wir alle beschäftigen uns manchmal lieber mit anderen, um unsere eigenen Baustellen nicht aufdecken zu müssen, auch wenn wir sie spüren und kennen, aber innerlich versuchen, sie mit Abdeckplanen zu verbergen. In unserer Gedankenwelt mögen wir es verbergen können, aber in unserer Gefühlswelt ist es ein offenes Geheimnis. Denn auch wenn es oft noch unterschätzt wird: Unser Körper und unser Nervensystem arbeiten ständig mit Dingen, die uns bewusst oder unbewusst aufwühlen.

Warum die Lösung selten im Außen liegt

Die Suche nach Lösungen im Außen ist nicht immer der richtige erste Ansatz. Es geht weniger um das eine Ergebnis, die eine Erlösung, sondern darum, überhaupt den Einstieg in den Prozess zu finden. Der Wendepunkt kommt nämlich nicht von heute auf morgen, sondern hat sich bereits im Vorfeld in einem stillen Prozess mit vielen Parametern entwickelt.

Für mich war es hilfreich, zunächst einen Status quo zu erfassen, was mit den Post-its gut funktioniert hat. Darauf aufbauend habe ich das Lebensrad genutzt, um eine Bestandsaufnahme zu machen und meine Ausrichtung neu zu definieren. Darüber habe ich in meinem Blogbeitrag „Meistere Deinen Veränderungsprozess mit dem Lebensrad – So geht’s!“ geschrieben, und du kannst dir dort auch das kostenfreie, ausführliche Workbook herunterladen.

Wir leben zudem in einer Zeit, in der uns Informationsfluten sekündlich erreichen, und wenn wir nicht aufpassen, reißen sie uns immer wieder mit. Die Frage ist nicht, ob sie da sind, sondern wie wir mit ihnen umgehen. Oft verstecken wir uns hinter den Dramen anderer, statt uns unseren eigenen Baustellen zu stellen. Das beste Beispiel: das Durchscrollen dramatischer Instagram-Posts oder Stories, das Belustigen über irgendwelche Kommentare, oder sich von Streamingdiensten vorschlagen lassen, was man als Nächstes schaut.

Was ich damit sagen will: Wenn du inneres Chaos verspürst, liegt die Lösung selten in den Geschichten anderer oder in Instant-Lösungen. Sondern darin, dir bewusst Zeit für dich selbst zu nehmen und erst einmal einen Status quo zu erkennen, ganz ohne Lösungsdruck. Einfach beobachten, was da gerade los ist.

Der erste Schritt zählt – nicht die perfekte Lösung

Es geht zunächst darum, das Problem zu verstehen oder zumindest zu sortieren, so wie bei einem Puzzle. Im Idealfall startet man mit den Randteilen, dadurch entsteht ein Rahmen, an dem man sich orientieren kann. Natürlich kann man auch mittendrin anfangen, aber dann dauert es meist länger, oder?

Wenn wir uns erst mal einen Überblick verschafft haben, kann das dabei unterstützen, innerlich ruhiger zu werden. Man kann sich diesen Rahmen wie die Fakten vorstellen: Was weiß man wirklich?

*KI-generiert: Inneres Rahmenwerk

Eine Wende ist kein Ende

Es ist ein Neuanfang, innerlich, mit verschiedenen Nuancen, Gedanken, Themen und den bekannten Wenns und Abers. Aber ein ehrlicher Blick auf das, was ist, kann oftmals Ruhe im Kopf und im Körper erzeugen. Viele Menschen kommen an einen Punkt im Leben, an dem die innere Ordnung einen neuen Plan braucht. Und nicht selten wissen wir eigentlich schon vorher, was wirklich angegangen werden müsste. Aber unser Kopf ist ein Genie darin, Umwege zu finden. Das erlebe ich immer wieder gerne bei mir selbst und auch bei anderen. Es gibt aber auch wirklich innere Wahrheiten, die noch nicht ganz freigeschaufelt sind, und ein Einstieg in uns selbst kann dabei unterstützen.

Wenn du deinen Einstieg finden möchtest, dann schau gerne bei meinem kleinen kostenfreien Fragebogen vorbei. Am Ende erhältst du ein kostenfreies Tool aus meiner Hand, das du gerne nutzen kannst. Ich wünsche mir, dass Menschen ihr inneres Chaos nicht als falsch ansehen, sondern als Startpunkt, um klarer zu erkennen, was ist.

Ich freue mich sehr, wenn du mir einen Kommentar dalässt oder mir auch gerne direkt schreibst.

Liebe Grüße, Nicole

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