Veröffentlichung/Änderung:

Sinnbewusstsein im Alltag – Sinn ist bereits da.

Bist du dir wirklich bewusst, was du den ganzen Tag tust, denkst und konsumierst? Und viel wichtiger ist – welcher Sinn steckt drinnen?
Ich beobachte es immer wieder – bei anderen, aber auch bei mir selbst: Man verliert sich im Rauschen des Alltags. Manchmal fühlt man sich bereits morgens auf ein Fliessband gesetzt und mm Ende des Tages fragt man sich: Was habe ich eigentlich getan? Oder schlimmer – die Frage kommt gar nicht erst, und die Antwort lautet sofort: nichts.

Dabei sind wir den ganzen Tag am Tun und Machen. Wir arbeiten, reagieren, funktionieren. Aber wir erkennen kaum noch den Sinn dahinter. Es geht ums Reagieren und Existieren – weniger darum, sich selbst dabei wahrzunehmen und in Resonanz zu gehen mit dem, was man wirklich tut und was man erschafft.

Eine Sinnkrise – nicht ausgelöst durch ein Drama

In den letzten Jahren habe ich mich intensiv mit dem Thema Sinn beschäftigt: gelesen, ausprobiert, studiert, Methoden und Tools getestet. Der Auslöser war ein Punkt, den ich als Sinnkrise bezeichnen würde – allerdings nicht verknüpft mit einem negativen Ereignis, wie man es vielleicht erwarten würde. Es geschah scheinbar aus dem Nichts. Im Rückblick war es natürlich ein Prozess, und die Anzeichen hatte ich sehr lange ignoriert. Ich hatte vieles einfach hingenommen, ausgehalten, akzeptiert. Doch in mir gab es ein leises Stimmchen – das mit der Zeit immer lauter wurde.

Im Rauschen den Sinn verlieren

Wenn ich auf viele Momente meines Lebens zurückblicke, bin ich durch vieles stark durchgerauscht – weil ich dachte, es mache alles so Sinn. Ich vergaß dabei immer wieder, anzuerkennen, was ich im Kleinen wie im Großen, beruflich wie privat, bereits Sinnvolles tat. Lange suchte ich nach der einen Sache, die meinem Leben Sinn geben würde – obwohl ich noch nicht mal wusste, wonach ich eigentlich suchte.

Bis mir klar wurde: Ich muss nicht krampfhaft eine einzige Sache finden. Ich muss erkennen, was ich täglich an Sinn bereits erschaffe.
So entstand, was ich als Sinnbewusstsein bezeichne – die Fähigkeit, das Sinnvolle auch in den banalen, scheinbar normalen oder unwichtigen Dingen des Lebens wahrzunehmen und in vielen einen Wert zu sehen und damit auch Sinn und Bedeutung.

Selbstwert und Sinn – eine starke Verbindung

Ich sehe eine tiefe Verbindung zwischen Selbstwert und Sinn. Wenn wir immer weniger erkennen, warum wir etwas tun – wenn wir zunehmend auf externen Applaus angewiesen sind, wenn wir nur noch streben nach höher, weiter, schneller – rauschen wir an unserem eigenen, bereits vorhandenen Sinnbild vorbei.

Und in dieser schnellen, lauten Zeit passiert das sehr leicht. Umso interessanter zu sehen, dass sich immer mehr Menschen auf sich selbst besinnen, tiefer schauen, wirklich reflektieren und innere Prozesse wieder anstoßen, die irgendwann ins Stocken geraten sind. Sinn ist ein Prozess was in einen Ziel enden kann aber nicht unbedingt muss, vielleicht fliesst die Erfahrung im Prozess in was neues unvorhersehbares?
Viktor Frankl definiert den Sinn in verschiedenen Bereiche – Sinn im Erschaffen, Erfahren und in der Haltung. Das spiegelt für mich verschiedene Blickwinkel, die man täglich, regelmässig in seinen Alltag mit einfliessen lassen kann. Das sich bewusst werden der möglichen Sinnhaften Punkte erschafft auch gleichzeitig ein Bewusstsein für den Wert, des Moments und seiner Wirkkraft.

Sinn muss nicht laut oder abstrakt sein, es kann aus vielen Richtungen kommen und auch verschiedene Formen.

Bewusstsein ist kein spirituelles Luxusprojekt

Bewusstsein ist kein hochspiritituelles Konzept – auch wenn es einem manchmal so verkauft wird. Aus jahrelanger eigener Erfahrung mit verschiedenen Techniken weiß ich: Es braucht oft nicht viel. Atmen. Klopfen. Ein einfacher Spaziergang. All das kann uns ein Bewusstsein für uns selbst schaffen – und uns helfen, das Drama anderer abzuschütteln, das gar nichts mit uns zu tun hat.

Sinnbewusstsein bedeutet, selbst zu erkennen, was bereits Sinn in deinem Leben erschafft – und von dort aus weiteren Sinn zu entdecken. Experimentieren, Neues ausprobieren, vielleicht auch etwas loslassen und vorallem das anerkennen was einen bereits Sinn gibt. Und energetischen bzw. spirituellen Techniken können durchaus dabei unterstützen sinnhafte Momente zu erschaffen.

Schluss mit Leistungsrauschen und Sinnignoranz

Ich glaube an jeden einzelnen von uns. Ich glaube daran, dass wir alle nach und nach beginnen, innerlich auf die Bremse zu treten – wahrzunehmen, was bei uns los ist, was bereits existiert, und was wirklich eine Veränderung braucht.

Sinn ist etwas sehr Individuelles und Feinfühliges. Er hat nichts mit Druck zu tun, sondern mit dem, was ist – und was sich noch entwickeln darf. Tatjana Schnell hat sich als Sinnforscherin ausgiebig damit beschäftigt und ein lesenswertes Buch darüber geschrieben. Auch Tools wie Human Design oder Numerologie greifen das Thema auf, jedes auf seine Weise. Sie können dabei unterstützen etwas zu erkennen aber für mich persönlich nie die entgültige Lösung sein.

Was bleibt: viele Ansätze, viele Ideen – und manchmal auch Verwirrung und Frust, weil man glaubt, den Sinn noch nicht gefunden zu haben. Dabei lebt man ihn längst. Im Kleinen. Jeden Tag. Und ganz klar mit Tendenz zu werden, aber dazu darf man zunächst erkennen was bereits da ist.

Affirmation
Ich erkenne den Sinn, der bereits in meinem Leben ist.
Afformation
Warum sehe ich immer klarer, was bereits Sinn hat?
1 / 32

Sinnbewusstsein beginnt im einzelnen

Auch wenn wir viele verschiedene Ansätze haben, wo wir nach Sinn suchen – und ihn längst gefunden haben, ohne es noch so wahrzunehmen: Das Label sinnhaft wurde an vielen Stellen längst durch das Label notwendig ersetzt. Die Suche beginnt immer bei uns selbst – und endet auch dort. Genauso das Bewusstsein für uns, für unsere Welt und unsere Umgebung: Es beginnt im Einzelnen und kehrt dorthin zurück.

Wir sind eine Generation von Suchenden – und gleichzeitig dauerhaft mit Veränderungen konfrontiert, die uns beschäftigt halten, aber uns auch immer wieder spüren lassen: Wir kommen irgendwie nicht richtig an. Manchmal sind wir es schlicht leid zu suchen. Wir geben uns mit dem zufrieden, was ist – bis erneut ein Punkt erreicht ist, an dem die innere Stimme wieder lauter wird.
Doch anstatt innezuhalten und zu erkennen, dass nicht alles leer ist – stürzen wir uns sofort wieder auf das große Ganze.
Dabei liegt der Anfang immer im Kleinen. Im Innehalten. Im Wahrnehmen dessen, was bereits da ist. Sinnbewusstsein ist kein Ziel, das man irgendwann erreicht – es ist eine Haltung, die man immer wieder neu wählen darf.

Ich freue mich riesig wenn wir in den Austausch kommen gerne als Kommentar oder auch auf ein Getränk in einem direkten Gespräch. Schreib mir gerne.

Liebe Grüsse,
Nicole

📌 Folge mir für mehr Inspiration:
📷 Instagram | 🎥 YouTube | 📧 Newsletter

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert