Veröffentlichung/Änderung:

Dein Jahreswechsel-Modus: Wie beendest du dein Jahr?

Was magst du am Jahresende? Bist du eher der Typ, der endlich neu anfangen will und auf Silvester wartet, um zwischen Sekt und Selter schnell noch ein paar Vorsätze zu definieren? Oder bist du eher froh, wenn du einfach Ruhe hast? Freust du dich, dass etwas zu Ende geht – und bist schon fleißig am Planen, was dich nächstes Jahr erwarten darf?

Für jeden ist das Jahresende anders. Und das ändert sich durchaus auch von Jahr zu Jahr. Oft spiegelt sich in den letzten Tagen des Jahres noch einmal ganz deutlich, wie das Jahr insgesamt war. Für mich eine sehr gute Zeit um nochmal einen Rückblick auf die vergangenen Monate zu werfen aber aber auch einen Ausblick für die kommenden.

Die Zeit zwischen den Jahren – mehr als Geschenke und Familienessen

Die Zeit zwischen den Jahren unterliegt tatsächlich auch Traditionen – und ich meine damit weniger Geschenke und Essen mit der Familie, sondern die bekannten Rauhnächte. Ich beschäftige mich seit Jahren mit diesen Tagen, die eine fast schon magische, spirituelle Nuance haben. Es gibt wirklich schöne Rituale dazu – einfache, bekannte, aber auch eher unbekannte. Und diese Zeit erfreut sich zunehmender Beliebtheit bei den Menschen.

Ich glaube, das liegt auch daran, dass wir Menschen immer mehr nach Ankern suchen – um uns wieder mehr mit uns selbst verbunden zu fühlen und eine innere Führung zu erlangen für das was sie noch erreichen wollen. Die Sperr-und Rauhnächte können dafür sehr gut genutzt werden ungeachtet davon was man an Ritualen vollzieht oder nicht.
Sich alleine schon die Erlaubnis zu geben in dieser Zeit aktiv für sich selbst zu nutzen – selbstehrlich auf vergangene Monate zu schauen und motiviert ins neue Jahr.

Was ist dein Jahres-Wechsel-Modus?

In den letzten Jahren habe ich gemerkt: Menschen haben unterschiedliche Phasen und gehen unterschiedlich mit dieser Zeit zwischen den Jahren um – ganz unabhängig davon, ob sie sich mit den Rauhnächten beschäftigt haben oder nicht. Daraus ist eine Frage entstanden: Was, wenn Menschen eine Art Jahres-wende-wechsel-Modus haben? Was wäre man sich diesen Modus bewusst ist und aktiv nutzt?

Aus diesen Fragen ist eine kleine verrückte Idee entstanden und daraus wiederum ein kleiner Test mit ein paar Fragen, um den eigenen Modus zu erkennen und bewusst und aktiv damit in die Zeit zwischen Jahren, aber auch bereits davor zu nutzen.

In diesem Beitrag stelle ich dir die Modi vor, die ich für mich beobachtet und entwickelt habe. Vielleicht findest du dich in dem einen oder anderen wieder – und du nutzt gleich meinen Test, um deinen persönlichen Modus zu erkennen.

Ankermodus
Visionmodus
Loslassmodus
Konfettimodus
Selbstehrlichmodus
Auftankmodus

* KI-generierte Bilder

Die 6 Jahreswechsel-Modi im Überblick

Loslass-Modus

Wir Menschen unterliegen allen Zyklen. Es gibt Zeiten, in denen es besser läuft, und Phasen, in denen es das nicht tut. Am Ende eines Jahres zeigt sich oft eine Tendenz: Bist du wirklich froh, wenn dieses Jahr sein Ende findet?

Der Loslass-Modus ist eine Möglichkeit, das Jahr bewusst abzuschließen. Klarheit zu schaffen. Vorzubereiten, was ein Ende finden darf. Aufzuräumen, auszusortieren, wirklich Platz zu schaffen – räumlich und mental.

Dabei darfst du auch anerkennen: Loslassen ist nicht wie ein Ballon, bei dem man einfach die Schnur loslässt, er wegfliegt und alles vorbei ist. Loslassen ist ein Prozess – Schritt für Schritt. In der Vorbereitung auf diesen Modus kannst du dir bereits eine Liste erstellen: Was ist nötig im Prozess des Loslassens, um Platz zu schaffen?

Fragen für den Loslass-Modus:

Vision-Modus

Wir Menschen sind alle Visionäre – schon die kleinste Idee ist eine Vision, die groß werden kann, die anderen hilft, die etwas in Gang bringt. Manche Jahre inspirieren regelrecht dazu, das Jahresende zu nutzen, um sich mit den eigenen Träumen, Wünschen und Visionen auseinanderzusetzen.

Was dabei sehr gut unterstützen kann, ist das Visualisieren – zum Beispiel in Form eines klassischen Vision Boards, das du per Hand ausschneiden und kleben kannst, oder digital über Canva. Oder du schreibst deine Wünsche einfach auf. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Auch wenn ich persönlich der Meinung bin, dass jeder das am Jahresende machen sollte, hat dieser Modus wohl den stärksten Antrieb bei denjenigen, die es zu lange herausgezögert haben. Oft lösen unsere eigenen Träume und Wünsche schon ein leichtes Bauchkribbeln aus, sobald sie „spruchreif“ werden und eine Form in Wort oder Bild bekommen – wenn das Kopfkino plötzlich sichtbarer wird und sich die Leinwand sozusagen vergrößert.

Fragen für den Vision-Modus:

Anker-Modus

Vielleicht war dieses Jahr einfach nur ein Rauschen an Ereignissen, eine Aneinanderreihung von einem Ding nach dem anderen. Kaum Zeit zum Nachdenken, kaum Zeit, mal Luft zu holen. Das kann im positiven wie im negativen Sinne der Fall gewesen sein.

Was dieser Modus aktiviert, ist Stillstand – wie ein Schiff auf See, das einfach mal den Anker auswirft, um sich zu sammeln. Ich finde diesen Gedanken sehr schön. An dieser Stelle kannst du dir überlegen: Was holt mich runter? Was erdet mich? Was lässt mich vom Kopf in den Körper gehen, um mal runterzufahren und zu ankern?

Anker können alles Mögliche sein – eine Morgenroutine, die du schon hast oder erschaffen möchtest. Eine Abendroutine. Ein Lied. Ein Spruch. Etwas, das du dir täglich einplanen kannst. Oder auch etwas, das du veränderst, weil du merkst, dass es nicht mehr hilft.

Eine gute Übung: eine Ankerliste erstellen – was dir gut tut und dich runterkommen lässt. Oder eine Art Notfallliste, die du in deiner Geldbörse oder auf dem Handy ablegst. Immer griffbereit.

Fragen für den Anker-Modus:

Modus Selbstehrlich

Lügen mögen wir selten, oder? Vor allem nicht, wenn andere sie uns gegenüber nutzen. Trotzdem greifen wir selbst auch gerne mal zu kleinen Flunkereien. 🙂

In diesem Modus geht es aber weniger um das Lügen gegenüber anderen – auch wenn das eine Komponente sein kann –, sondern vor allem um die Selbstlügen, die wir uns selbst erzählen. Vielleicht haben wir uns im laufenden Jahr so manche Ausrede, so manches Wenn und Aber erzählt. Jetzt ist die Zeit gekommen, das zu verändern.

In diesem Modus darf es auch mal tiefer gehen – eine Art Status quo, eine Standortanalyse, um von dort aus klar, selbstverantwortlich und selbstermächtigt Entscheidungen zu treffen. Klare Worte finden. Das, was nicht gut ist, nicht mehr schönreden – egal, worum es geht.

Eine Übung dazu: Einfach schreiben, ohne Punkt und Komma, ohne Zensur. Oft wissen wir Menschen ganz genau, was sich ändern muss – aber trauen uns nicht, es uns selbst gegenüber auszusprechen. Mit diesem Modus ist es an der Zeit, das anzugehen.

Fragen für den Modus Selbstehrlich:

Auftank-Modus

Der Mensch hat viel Energie – wirklich viel. Aber irgendwann ist der Akku einfach leer. Und sich das einzugestehen, kann manchmal echt schwer sein, oder?

Vielleicht war das Jahr sehr anstrengend. Genau wie beim Anker- und beim Selbstehrlich-Modus darfst du die Zeit zwischen den Jahren – und vielleicht auch schon davor – nutzen, um wirklich mal eine Pause zu machen. Nichts planen, nichts tun, nichts anschauen. Informationen reduzieren. Dich in Stille mit dir selbst beschäftigen – stundenlang baden oder einfach nur Musik hören, egal was.

Es geht primär um Pause, Ruhemodus – und auch darum, zuzugeben, dass man sie braucht. Andere darüber informieren. Handy aus. Alles, was zum Auftanken gehört – das kann auch Wandern sein, oder einfach ans Meer fliegen.

Fragen für den Auftank-Modus:

Konfetti-Modus

Das Jahr war eine grandiose Aneinanderreihung von Erfolgen. Es gab Ereignisse, die schon gefeiert wurden – aber zum Jahresende wird noch einmal rückblickend alles gefeiert, was war, und was sich gerne wiederholen darf.

In diesem Modus können, ähnlich wie im Vision-Modus, alle Wünsche und Träume noch einmal groß gefeiert und visualisiert werden. Dabei geht es nicht darum, dass nur Riesiges passiert sein muss – das können auch kleine, banale Dinge sein. Wenn du auf dieses Jahr zurückblickst und einfach nur feiern möchtest, wie es verlaufen ist, dann ist das dein Modus.

Fragen für den Konfetti-Modus:

Welchen Modus hast du Aktiviert?

Unabhängig davon, worin du dich wiederfindest – oder auch gar nicht, oder in einer Mischung aus mehreren: In den letzten Jahren habe ich in vielen Gesprächen mit Menschen gemerkt, aber auch ganz klar bei mir selbst erkannt, dass eine Einordnung helfen kann, um von dort aus einen Prozess zu starten – eine Art Rahmen zu erschaffen. Wie bei einem Puzzle: Ein Rahmen schafft Struktur, und dann wird das Bild Stück für Stück zusammengebaut.

Aus meiner Idee mit den einzelnen Modi ist ein Frage-Quiz mit 18 Fragen entstanden. Damit findest du deinen Modus für den Jahreswechsel heraus – und wenn du möchtest, kannst du dich in dieser Zeit auch kostenfrei begleiten lassen und erhältst einen Begleiter als PDF.

Seit Jahren nutze ich diese besondere Zeit selbst, und daraus ist meine Jahreswechsel-Begleitung entstanden: Modus erkennen, eintragen – und dich in der Zeit zwischen den Jahren begleiten lassen.

Ab 01.10.2026 kannst du den Test machen – dich aber bereits dafür eintragen:

Ich freu mich sehr in den Kommentaren von dir zu lesen – oder melde dich auch gerne direkt per Email an: nicole@nicolewenk.de

Liebe Grüsse,
Nicole

📌 Folge mir für mehr Inspiration:
📷 Instagram | 🎥 YouTube | 📧 Newsletter

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert