Monatsrückblick September 2026: Umdenken und Umlenken
September war für mich gefüllt mit neuen Entdeckungen, Erkenntnissen und Beobachtungen – in der Welt, in meinem Umfeld, aber auch an mir selbst.
Ich habe wieder begonnen, neue Sessions für meinen YouTube-Kanal aufzunehmen. Ich habe Entscheidungen getroffen, um abzuschließen und meine Energie und meinen Fokus anders auszurichten. Ich habe begonnen, mich immer wieder zu fragen: Was kann ich dazu beitragen, um etwas zu verändern?
Dazu hatte ich auch eine spannende Frage gehört:
Hör der Welt zu. Was sagt sie?
Mir ist bewusster geworden: Ich kann die Welt nicht retten – aber ich kann meinen Teil dazu beitragen, wenn ich immer erst bei mir anfange. Nicht, um Fehler zu suchen oder mich klein zu machen – nein, ganz im Gegenteil.
Wo kann ich anders denken und handeln? Welche Alternativen kann ich nutzen? Wo kann ich Menschen unterstützen, die auch wirklich etwas verändern wollen?
Entscheidungen
In diesem Monat habe ich Entscheidungen getroffen, die mir nicht leicht gefallen sind, aber auch Erleichterung gebracht haben. Ich habe viel darüber nachgedacht, was Dinge mit uns machen, wenn wir sie mit uns herumtragen, ständig die Gedanken darum kreisen lassen und gleichzeitig auch Gefühle in uns aufwühlen. Unabhängig von meinen eigenen Entscheidungen – oft sind sie so schwer zu treffen. Aber das Handeln ist es, das sie zu etwas Erlebbarem macht.
Mir kam ein spannender Gedanke dazu: Wenn eine Aufgabe von etwas zu einer Aufgabe wird.
Nachdem ich mich entschieden hatte, wieder in eine Anstellung zu gehen, habe ich mich gefragt, wie es mit meiner Selbstständigkeit aussieht und weitergeht. Bis ich dann die Entscheidung getroffen habe, diese auch vollständig abzumelden und aufzugeben. Aber ich habe gleichzeitig für mich entschieden: Das, was ich gerne mache – meine Leidenschaft für die Themen persönliche Weiterentwicklung, Selbstkommunikation, Selbstwahrnehmung und Selbstfürsorge – wird immer in meinem Leben bleiben. Und ich werde meinen Content weitermachen – hier auf diesem Blog und auf meinem YouTube-Kanal.
Bei Instagram bin ich mir noch nicht wirklich sicher. Daher habe ich meinen Account erst einmal auf privat gestellt.
Dieses Jahr wollte ich wieder meine Jahresendbegleitung machen, mit stillen Zoomräumen und täglichen Impulsen. Allerdings habe ich mich entschieden, dass ich dieses Jahr Zeit für mich brauche. Aber da ich diese Zeit liebe und ich bereits in den letzten Wochen an einem kleinen Quiz „Jahreswechselmodus“ gearbeitet habe, möchte ich trotzdem etwas anbieten. Daraus ist mein Quiz entstanden, bei dem man Impulse zum Weiterreflektieren bekommt und auch mein kostenfreies Workbook herunterladen kann – für die Zeit der Sperr- und Rauhnächte.
Ich liebe es, kleine Tools zu erschaffen – für mich selbst, aber auch für andere.



Pro & Contra Tool
Bereits im letzten Monat hatte ich kleine Tools rund um das Thema Entscheidungen gebaut. Die Eisenhowermatrix und Entscheidungsmatrix. Und dann kam noch eine weitere Idee dazu: eine kleine Pro-&-Contra-Liste.Als ich mit einer Bekannten darüber gesprochen habe, wie schwer Entscheidungen manchmal sein können, kam mir plötzlich die Idee für eine Liste, die sie für ihr eigenes Thema nutzen konnte. Nicht einfach nur eine klassische Pro-&-Contra-Liste, sondern eine, bei der man die Punkte über einen bestimmten Zeitraum sammelt und dadurch mit der Zeit ein viel klareres Bild bekommt.
Was soll ich sagen – sie hat tatsächlich jeden Tag Punkte zu ihrem Thema gesammelt. Nach einer gewissen Zeit haben wir die Ergebnisse gemeinsam mithilfe eines Prompts in der KI ausgewertet. Daraus entstanden dann ganz neue Gedanken und nächste Schritte für Sie sowie auch einige unerwartete Erkenntnisse. Eine davon war, sich weniger darauf zu konzentrieren, was alles negativ ist, sondern vielmehr darauf zu schauen: Was lerne ich daraus? Was möchte ich eigentlich wirklich? Und was ist mir wichtig?
Denn auch wenn eine Pro-&-Contra-Liste sehr hilfreich sein kann, hat sie für mich einen interessanten Nebeneffekt sichtbar gemacht: Sie richtet den Blick immer wieder auf das Negative und kann einen dadurch sogar noch stärker in einer Situation festhalten, aus der man eigentlich heraus möchte.
Ich fand diese kleine Reise unglaublich spannend – und sie auch. Mit diesem Ergebnis hatte sie so nicht gerechnet.
Daraus entstand dann die Idee, den Blick noch einmal bewusst zu verändern. Nicht ständig darauf zu schauen, was einen belastet, herunterzieht oder gegen etwas spricht, sondern viel mehr auf das, was einen erhebt, was Kraft gibt und wohin man eigentlich möchte.
Also auf Fragen wie:
Wohin möchte ich wirklich?
Was will ich?
Was ist mir wirklich wichtig?
Was gibt mir Energie?
Was möchte ich in meinem Leben mehr haben?
Und was darf vielleicht weniger werden?
Ich glaube, manchmal brauchen wir gar nicht noch mehr Argumente für oder gegen etwas. Manchmal brauchen wir Fragen, die uns wieder mit dem verbinden, was wir selbst eigentlich wollen.
Natürlich musste ich dieses kleine Tool dann auch gleich noch veröffentlichen, damit es nicht nur meiner Bekannten helfen kann, sondern vielleicht auch für andere eine kleine Unterstützung bei Entscheidungen ist. Und überhaupt merke ich gerade wieder, wie viele Ideen für kleine, hilfreiche Tools ständig in meinem Kopf entstehen. Das war eigentlich schon immer so – ich liebe es einfach, aus Gedanken etwas entstehen zu lassen, das andere für sich nutzen können.
Vielleicht ist genau das auch ein Teil dessen, was ich weiterhin machen möchte: kleine Tools entwickeln, die einen Impuls geben, eine andere Perspektive ermöglichen oder dabei helfen, sich selbst ein Stück besser zu verstehen.
Was brauchst du gerade?



Interessante Beobachtungen
Diesen Monat fand ich einige Dinge besonders spannend. Teilweise waren es außergewöhnliche Situationen, teilweise einfach kleine Begegnungen im Alltag. Gleichzeitig war ich dankbar für einige dieser Begegnungen und Beobachtungen, denn sie haben mir wieder gezeigt, wie viel Menschlichkeit, Achtsamkeit und kleine Gesten in ganz alltäglichen Situationen stecken können.
Ein gefundenes Portemonnaie
Ich stand an der Kasse und wollte gerade bezahlen, als ein Mann hereinkam, auf die Kassiererin zuging und ihr ein Portemonnaie hinhielt. Es war nicht seins. Er hatte es draußen im Eingangsbereich auf einer Ablage gefunden und wollte es abgeben. Die Schlange hinter mir war inzwischen ziemlich lang und die Kassiererin entschuldigte sich, dass sie erst die Filialleitung holen müsse. Der Mann ging wieder nach draußen.
Plötzlich begann die Frau hinter mir zu sagen, dass man ihm eigentlich sehr dankbar sein sollte, denn so etwas würde schließlich nicht jeder machen. Und plötzlich ging ein kleines Gemurmel durch die Reihe. Die Menschen stimmten ihr zu und einer meinte sogar, dass man ihm einen Finderlohn geben müsste.
Ich fand diesen Moment irgendwie schön. Nicht nur, weil jemand ein Portemonnaie gefunden und abgegeben hatte, sondern weil plötzlich wildfremde Menschen in einer Warteschlange darüber gesprochen haben, dass so ein Verhalten etwas Besonderes ist und Anerkennung verdient.
Ein Gesicht wie eine Zitrone
An einem anderen Tag war ich tanken. Als die Kassiererin an die Kasse kam, um mich zu bedienen, machte sie ein Gesicht, als hätte sie gerade in eine Zitrone gebissen. Ich schaute sie nur freundlich an und sagte irgendetwas zu ihr – ich weiß gar nicht mehr genau, was es war. Auf jeden Fall fing sie plötzlich an, sich aufzuregen. Sie erzählte, dass sie sich nicht auf Menschen verlassen könne, dass diese nicht pünktlich seien und dass das immer wieder passieren würde. Gleichzeitig würde von ihr selbst ständig verlangt, dass sie pünktlich und zuverlässig sei. So begann ein kleiner Smalltalk und irgendwann entschuldigte sie sich sogar bei mir und meinte, ich solle ihr nicht böse sein.
Warum sollte ich? – frage ich sie und das ich das verstehe.
Ich fand es eher schön und sehr menschlich, dass sie einfach einmal ausgesprochen hatte, was sie gerade beschäftigte. Wir kennen die Menschen hinter einem Gesicht an der Kasse schließlich überhaupt nicht. Wir wissen nicht, was vorher passiert ist, was sie beschäftigt oder welcher Tag gerade hinter ihnen liegt. Ich sagte ihr, dass sie vielleicht direkt mit der betreffenden Person sprechen sollte. Denn das, was man von anderen verlangt, sollte man auch selbst bereit sein zu geben. Natürlich darf es immer auch Ausnahmen geben.
Sie wünschte mir ein schönes Wochenende und lächelte wieder. Auch so ein kleiner Moment, der mir geblieben ist.
Zwei Menschen und ein Maulwurf
An einem Abend war ich mit dem Auto auf dem Nachhauseweg, als ich mitten auf der Straße etwas sah, das ziemlich wirr hin und her rannte. Interessanterweise war mir etwas Ähnliches schon einmal vor ein paar Jahren passiert. Damals war ein verirrter Maulwurf durch eine Baustelle auf der Straße hin und her gerannt, weil er den Bordstein nicht hochkam.
Und diesmal war es wieder ein Maulwurf.
Ich fuhr ein Stück weiter, bis ich wenden konnte. Als ich wieder an der Stelle ankam, hielt ein Auto vor mir. Eine Frau stieg aus und fing den Maulwurf ein, um ihn anschließend auf die Wiese zu setzen. Ich hatte inzwischen mein Fenster heruntergelassen und sie kam zu mir. Sie meinte: „Das war ein Maulwurf.“
Und ich sagte: „Ich weiß, deswegen bin ich auch gedreht.“
Sie lachte und meinte: „Ich auch.“
Ich dankte ihr vielmals dafür und war gleichzeitig auch so berührt – es hat etwas sehr tiefes in mir bewegt.
Ich fand das so spannend. Da waren zwei Menschen unterwegs, die unabhängig voneinander dieses kleine Tier gesehen hatten und beide nicht einfach weiterfahren wollten. Zwei Menschen, die achtsam genug waren, stehenzubleiben und wegen eines kleinen Maulwurfs umzudrehen.
Wer macht es, wenn es niemand macht?
An einem Nachmittag war ich in meiner Mittagspause spazieren. Dabei sah ich eine Frau, die mit einer Mülltüte und einer Greifzange unterwegs war und Müll aufsammelte. Sie war offensichtlich privat dort und nicht etwa im Auftrag einer Stadt oder eines Unternehmens. Ich ging zu ihr und bedankte mich dafür, dass sie das macht. Sie war irgendwie ein bisschen peinlich berührt, hat sich aber gleichzeitig über meinen Dank gefreut.
Spannend, oder?
Vor allem, weil ich in den Tagen zuvor genau über dieses Thema nachgedacht hatte: über Müll, der einfach irgendwo liegen gelassen wird. Warum machen Menschen das? Und was wäre, wenn niemand da wäre, der ihn irgendwann wieder wegräumt?
Vielleicht sind es genau diese kleinen Dinge, die wir oft übersehen. Jemand hebt ein Portemonnaie auf. Jemand bleibt wegen eines Maulwurfs stehen. Jemand sammelt freiwillig den Müll anderer Menschen ein. Jemand lässt seinen Frust kurz bei einem fremden Menschen heraus und findet durch ein kleines Gespräch wieder zurück zu einem Lächeln.
Nichts davon verändert auf den ersten Blick die Welt. Aber vielleicht verändert es einen kleinen Moment. Und vielleicht ist genau das etwas, worauf ich diesen Monat besonders aufmerksam geworden bin: Wir können nicht alles verändern. Aber wir können entscheiden, wie wir uns in den kleinen Situationen des Alltags verhalten.
Und manchmal begegnen uns genau dort Antworten auf Fragen, die wir vorher mit uns herumgetragen haben.



Magie Beim Wandern
Ich hatte mir schon seit Langem vorgenommen, mal wieder wandern zu gehen. Also suchte ich mir ein paar Punkte im Odenwald heraus, die ich mir anschauen wollte. Einer davon war Hirschhorn – ein wirklich interessantes kleines Örtchen direkt am Neckar, mit sehr alten Gebäuden, kleinen Gassen, die hinauf zur Burg führen, und einer kleinen Kirche.
Für mich muss es dafür gar keinen festen Namen geben. In der kleinen, wirklich sehr alten Kirche lief ich ein wenig herum und bewunderte die Statuen, die Bilder und die bunten Gläser. Ich mag Kirchen. Sie haben oft etwas Beruhigendes, selbst wenn man nicht religiös ist. Ich bin nicht gläubig im Sinne einer Religion. Aber ich habe einen Glauben an etwas, das uns irgendwie immer zur Seite steht. Man kann es Intuition nennen, Quelle, Universum, Kosmos – was auch immer.
An diesem Tag hatte ich mir aus Spaß außerdem gewünscht, ein paar Pfanddosen zu finden, die ich dann spenden könnte. Ich mache gerne ab und an solche kleinen Experimente mit dem Manifestieren. Nicht unbedingt, weil ich jedes Ergebnis erklären können muss, sondern weil ich es spannend finde, einfach einmal etwas zu wünschen und dann zu beobachten, was passiert.






Über Hirschhorn kann man fantastisch wandern. Es gibt unter anderem einen Weg, von dem aus man die Schleife des Neckars von oben beobachten kann. Ich bin allerdings ganz anders gelaufen und habe diesen Ausblick gar nicht gesehen.
Dafür ist etwas anderes passiert. Ich lief einen schmalen Pfad entlang und je länger ich unterwegs war, desto wilder wurde es. Der Weg wurde steiler, schmaler und irgendwann auch ein bisschen gefährlich. Ich beschloss deshalb, lieber wieder umzukehren, bevor noch etwas passiert.
Und dann lag mitten im Wald eine Pfanddose.
Ich hätte in diesem Moment wirklich gerne einmal mein eigenes Gesicht gesehen. Ich musste einfach nur lachen. Natürlich kann man jetzt sagen: Zufall.
Und ja, wahrscheinlich war es das auch.
Aber genau solche Momente finde ich spannend. Vielleicht ist es gar nicht wichtig, ob wir etwas Zufall, Manifestation, Intuition oder einfach nur einen schönen Moment nennen. Manchmal macht es einfach Spaß, offen dafür zu sein und zu schauen, was uns begegnet.



Die Wolfsschlucht
An einem anderen Tag hatte ich mir vorgenommen, Zwingenberg beziehungsweise die Wolfsschlucht anzuschauen. Ich hatte auf der anderen Flussseite vom Neckar geparkt und wollte von dort aus zur Wolfsschlucht wandern. Zuerst machte ich noch einen Abstecher zur Minneburg. Ich fand es schade, dass man sie nicht begehen darf, aber auch von außen ist es eine wirklich schöne Burg.
Am Zwinger hinter der Burg konnte man allerdings sehr deutlich die Risse sehen und wie baufällig die Gewölbe teilweise sind. Ich hoffe wirklich, dass diese Burg trotzdem noch lange stehen wird.
Danach beschloss ich, doch mit dem Auto zur Wolfsschlucht zu fahren.
Und dabei stellte ich sehr schnell zwei Dinge fest: Erstens, wie unfassbar interessant und schön es dort ist. Und zweitens, dass ich ziemlich froh war, mit dem Auto gefahren zu sein und nicht den gesamten Weg gewandert zu sein – denn die Strecke hätte es dann doch noch einmal ganz schön in sich gehabt.



Wie schön es dort tatsächlich ist, war mir vorher überhaupt nicht bewusst. Ich hatte zwar Bilder gesehen, aber das hätte ich so nicht erwartet. Mitten im Wald liegt diese Schlucht und überall gibt es etwas zu entdecken. Wasser, Felsen, moosige Stellen, kleine Wege und diese besondere Atmosphäre, die solche Orte für mich haben.
Letztes Jahr war ich bereits in der nahegelegenen Margareteschlucht. Auch die fand ich wunderschön, aber die Wolfsschlucht hat für mich noch einmal ein kleines bisschen mehr Magie.Vielleicht liegt es auch daran, dass ich diesmal einfach losgezogen bin, ohne genau zu wissen, was mich erwartet.
Und vielleicht ist genau das etwas, was ich beim Wandern gerade wieder für mich entdecke: Es geht gar nicht immer darum, den perfekten Weg zu finden oder am Ende genau dort anzukommen, wo man ursprünglich hinwollte.
Manchmal führt ein falscher Weg zu einer Pfanddose mitten im Wald.
Manchmal merkt man, dass der geplante Weg doch nicht der richtige ist und fährt stattdessen ein Stück weiter.
Und manchmal wartet genau dort etwas, mit dem man überhaupt nicht gerechnet hat.
Vielleicht ist das für mich ein Teil dieser kleinen Magie am Wandern.
Projekt 365Anders
Ich fahre immer mal wieder gerne mit dem Rad und dabei fallen mir natürlich auch die kleinen und großen Müllberge auf, die am Wegesrand liegen. Müll, der einfach irgendwo auf dem Boden liegt. Und jedes Mal frage ich mich: Warum machen Menschen das? Sie tragen die Dinge doch mit sich herum, nehmen Verpackungen, Flaschen oder Papier mit – aber dann ist es scheinbar zu viel Aufwand, sie ein paar Meter weiter wieder mitzunehmen und richtig zu entsorgen. Ist es Unachtsamkeit? Bequemlichkeit? Oder einfach Gewohnheit? Ich kann es ehrlich gesagt nicht wirklich nachvollziehen.
Irgendwann kam mir dann ein anderer Gedanke: Was kann ich anders machen? Wie kann ich dazu beitragen, dass aus Unachtsamkeit wieder mehr Achtsamkeit entsteht? Und was wäre, wenn dieser Müll einfach nicht da wäre? Noch weiter gedacht: Wie würde unsere Welt aussehen, wenn es uns Menschen irgendwann nicht mehr gäbe und die Natur sich alles zurückholen würde?



Mir wurde dabei auch etwas bewusster: Ich kann nicht die ganze Welt retten. Wie könnte ich mir auch erlauben zu glauben, dass ich das könnte? Aber ich kann meinen Teil dazu beitragen – sichtbar oder unsichtbar, im Kleinen oder vielleicht irgendwann auch in etwas Größerem. Und daraus entstand – wie sollte es auch anders sein – ein kleines Projekt, das ich auf Instagram gestartet habe: 365Anders.
Die Idee dahinter ist nicht einfach nur, weniger Müll zu produzieren oder Plastik zu vermeiden. Nachhaltigkeit ist für mich viel größer. Es geht um unsere Gedanken, unsere Gewohnheiten, unseren Konsum und darum, immer wieder zu hinterfragen, ob etwas auch anders funktionieren könnte. Was wäre, wenn ich es anders mache? Das ist eigentlich die zentrale Frage hinter 365Anders. 365 Tage lang anders denken, andere Fragen stellen, Dinge ausprobieren, Alternativen entdecken und vielleicht auch feststellen, dass eine kleine Veränderung manchmal viel einfacher ist, als man vorher gedacht hat.
Ich habe zum Beispiel die App „Too Good To Go“ ausprobiert und war tatsächlich überrascht, wie viel Geld man damit sparen kann. Gleichzeitig tut man etwas gegen Lebensmittelverschwendung und entdeckt vielleicht sogar neue Restaurants oder Bäckereien, die man sonst gar nicht ausprobiert hätte. Auch bei bestimmten Lebensmitteln habe ich angefangen, mich zu fragen: Kann ich das eigentlich selbst machen? Zum Beispiel Zaziki. Die Antwort war ziemlich schnell klar: Ja – und seitdem mache ich es einfach selbst. Oder die Frage, ob es ein bestimmtes Produkt vielleicht auch im Glas statt in der Dose gibt. Und auch hier war die Antwort an vielen Stellen: Ja, gibt es.
Es sind keine riesigen Veränderungen. Aber genau darum geht es für mich bei 365Anders auch gar nicht. Es geht um diese kleinen Momente, in denen man innehält und sich fragt: Muss ich das wirklich so machen wie bisher? Gibt es eine Alternative? Kann ich etwas anders denken? Kann ich etwas anders machen? Und was würde passieren, wenn ich es einfach einmal ausprobiere?
Vielleicht beginnt Veränderung genau dort – nicht bei dem Versuch, alles auf einmal zu verändern, sondern bei einer kleinen Sache, die man heute anders macht als gestern.
Was Ich im September 2026 gebloggt habe
- Anzeichen, dass du den Zugang zu dir selbst verloren hast: und wie du ihn wiederfindest
- Rauhnächte vorbereiten: Ideen, Rituale und eine Checkliste für die Zeit zwischen den Jahren
- Die Zeit zwischen den Jahren: dein Nullpunkt zum Neustarten
- 22 Rituale und Bräuche für die Zeit zwischen den Jahren: von Rauhnächten bis Weltbräuchen
Ausblick auf den Oktober 2026
- Neulich habe ich in mein Tagebuch geschrieben: „Ich freue mich auf den Oktober, auf das goldene Licht und den morgendlichen Nebel. Ich lasse mich in diesem Monat überraschen, was passiert und welche neuen Ideen mir in den Sinn kommen.“ Und genau so möchte ich in diesen Monat gehen – mit Neugier und offen für das, was kommt.


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