Energiearbeit für Kopfmenschen: Vom Denken ins Fühlen
Verlieren wir uns immer mehr im digitalen Rauschen?
Unser Informationszeitalter hat da so einiges hervorgebracht: Wir sind alle vernetzt mit allen und jedem auf dieser Erde. Und man kommt an so viel Wissen heran wie noch nie. Es gibt so einen Spruch der es passend beschreibt: „Du musst nicht alles wissen, du musst nur wissen, wo es steht.“
Es ist ganz schnell eine Suche online gestartet, und durch Chatgpt & Co. ist es noch schneller geworden. Man muss sich weniger durch Artikel wühlen, sondern kann sich Zusammenfassungen schreiben lassen. Es ist durchaus praktisch, aber ist es auch manchmal hilfreich? Und was macht es mit einem, wenn man sich immer wieder nur darauf verlässt?
Online findet man alles, gefühlt. Man kann sich auch fast für alles einen Kurs buchen – Onlinekurse, um sich mit sich selbst zu beschäftigen, sich persönlich weiterzuentwickeln, ohne große Strecken zu fahren, und dann gemütlich auf der Couch zu sitzen. Digitale Wege sind so schnell, und man kann alles in Sekunden bekommen, was man gerade braucht. Man kann sich superschnell ablenken und beschäftigen – aber was bleibt dann von einem selbst übrig?
Man ist schnell in den Welten anderer Menschen unterwegs: in ihren Dramen und Geschichten, in künstlichen Welten, in gekünselten und temporären Welten. So sehr ich die Digitalisierung mag – umso mehr sehe ich aber auch die Gegenseite, das, was uns als Menschen ausmacht: das Natürliche unseres Körpers, unser natürliches Denken und Fühlen. Ich habe manchmal den Eindruck, dass wir uns genau davon immer mehr entfernen. Weil es ein bewussterer, langsamerer Zugang ist – zu sich selbst.
Ich sehe aber auch, wie Menschen sich immer mehr und mehr zurückbesinnen und nach Zugängen suchen zu sich selbst, zu etwas, was Bodenhaftung bringt, weil die „Höhenflüge“ also das zuviel im Kopf sie nicht weitergebracht haben. Und dabei kann Energiearbeit – in ihrer natürlichen Art und Weise – unterstützen, und dabei ist sie einfacher als gedacht und nichts hochspirituelles.
In diesem Artikel möchte ich einen Blickwinkel schaffen zur Energiearbeit – also zu der deiner Selbstbeziehung, zu der Beziehung zu dir selbst. Wenn das mal raus aus dem Kopf und rein in den Körper eine sehr wichtige Rolle spielt.
Energiearbeit – der einfachste Einstieg
Atmen. Bewusstes Atmen – klingt banal, oder?
Aber genau das sagen auch Birgit Fischer, die in der Energiearbeit für mich fast schon Pionierarbeit macht, und auch Bahar Yilmaz und Jeffrey Kastenmüller. Es geht viel um das Körperbewusstsein – nicht darum, abzuheben und oben zu schweben über allem. Der Atem ist immer ein bewusster Zugang zum Empfangen und Gehen-Lassen. Energie ist in der Physik ganz schlicht ausgedrückt etwas, was geladen und entladen wird. Für mich ist Energiearbeit in der menschlichsten, reinsten Form das Bewusstsein für das, was man denkt und fühlt: kommen lassen und gehen lassen.
Ein Moment im Meeting, der etwas veränderte
Ich kann mich an eine Situation zum Thema Atmen erinnern: Vor einer Zeit war ich in einem Meeting mit zwei Kolleginnen, die aufgeregt waren – im negativen Sinne. Und ich bat sie, die Augen zu schließen und mal tief zu atmen. Sie waren verblüfft, wie sie sich durch bewusstes Atmen runterfahren konnten mit den Worten:“ Boah hat das gut getan.“
Es heißt, dass Emotionen wie Wellen sind, die kommen und gehen – und durch Atem bekommt man unteranderen Zugang, diesen dadurch Bewegung zu geben, zu spüren und dann loszulassen. Wir Menschen haben gelernt, diese festzuhalten, um sie zu verstehen und ihnen keinen Ausdruck verleihen. Dabei sind es die Emotionen, die uns auch menschlich machen, und sie sind nicht gefährliches sondern Energie – manchmal ist der Ausdruck welche diese so gefährlich machen.
Nehmen wir mal die Wut: Grundsätzlich ist sie nicht verkehrt, oder? Sie gibt einen Antrieb, und der Vorteil ist, man kann dadurch eindeutige Grenzen setzen. Nur gibt es auch die negativen Aspekte, die zerstören können – das ist dann dieses Gefährliche. Und wir wollen in den seltensten Fällen zerstören, oder? Wir wollen erschaffen.
Verbunden mit den Emotionen und der Nutzung des Atem nutzen, ist auch die Bewegung wie Tanzen, Yoga, Pilates, Kraftsport usw. so wirkungsvoll und bringt uns in den Körper. Es ist auch eine Form von kommen lassen und gehen lassen, anspannen und entspannen. Viele wissen wie gut man sich danach fühlt, wenn etwas in Bewegung gekommen ist.
Einfache Atemübung für den Einstieg:
- Bewusst atmen gerne auch mit Augen schliessen und spüren, wie Frische Luft in die Nase fließt und „Altes“ ausgeatmet wird.
- Vielleicht spürst du auch im Körper Stellen, die sich lockern – stell dir vor, dort hineinzuatmen und mit dem Ausatmen zu lockern, zu entspannen.
- Ergänzend: Die Luft ein paar Sekunden anhalten und dann noch bewusster ausatmen. Man kann auch leicht die Hände auf den Oberkörper legen und damit auch in ein zusätzliches spüren kommen.
Und das ist bereits Energiearbeit – in der einfachsten, natürlichster und individuellsten Form. Mit dem Atem und auch verbunden mit den eigenen Gefühlen: kommen und gehen lassen, formen und wieder fließen lassen. Ich selbst bin immer wieder fasziniert, wie man sich selbst wieder sammeln kann, wenn man sich im Alltag zerfleddert fühlt.
Schau gerne weiter: Du findest auch unterstützende Meditationen auf meinem YouTube-Kanal um bewusster zu atmen und auch etwas tiefer gehende Übungen bzgl. Emotionen in meinem Blogbeitrag.
Energiearbeit und weitere Formen
Es gibt im Kontext Energiearbeit auch einige Formen, welche als Spinnereien, Übernatürliches, Hokus Pokus usw. abgetan werden. Ich habe auch mit diesen Tools / Methode Erfahrungen und auch Ausbildungen gemacht, weil ich es so spannend finde. Wenn man sich mit sich selber auseinandersetzt, vielleicht auch feststeckt in gewissen Themen kann es neue Blickwinkel öffnen auch die „Energetische“ Seite mit einzubeziehen und man kann jederzeit entscheiden welche Informationen man daraus mitnehmen möchte.
- Auralesen
- Jenseitskontakte
- Blockaden auflösen (Trancesession)
- Auraschichten analysieren
- Hellsinne
- Ahnenlinienarbeit
- Aufstellungsarbeit
- Höheres Selbst
- Geistiges Team
- Human Design / Astrologie
Und ja, das eine oder andere ist durchaus verrückt und spucky und Menschen haben mehr oder weniger Zugang dazu, weil es auch nicht immer mit dem Rationalen verstand zu verstehen ist. Diese Punkte gehören für mich auch in die Energiearbeit, aber man kann selbst entscheiden, wie weit man in diesen Energiebereich reinsteigen möchte.
Energiearbeit beginnt bereits bei jedem einzelnen Menschen – ist das sich selbst bewusste Wahrnehmen und man kann entscheiden ob man tiefer einsteigen möchte. Und man muss an der Stelle auch nicht mit dem Höheren Selbst oder dem geistigen Team in Kontakt treten.
Was ich allerdings sehe ist, wenn man sich vielleicht einfach mal auf verrücktes Zeug einlässt kann es in einen ein sehr kindliche, neugierige und leichtere Version öffnen, es sollte nichts dogmatisches sein sondern vielleicht einen spielerischen Zugang bieten zu sich selbst.
Das interessante ist auch – wenn man es nicht versteht und trotzdem macht und damit in die Intuition kommt, ins fühlen und einfach mitgehen, mittragen lassen – es kann vieles verändern. Ich kennen einige Menschen die sehr skeptisch waren aber gleichzeitig wussten bzw. erkannten was soll passieren ausser das ich es wenigstens mal probiert habe.
Ratio und Emotion gehören zusammen
All die Methoden und Tools sowie Zugänge, die es gibt – auch ärztliche bzw. therapeutische Betreuung, die sehr wichtig sein können – all das kann einen unterstützen, nicht nur den Kopf zu nutzen, sondern auch sich selber zu fühlen. Also Ratio und Emo – das gehört für mich beides zusammen. Ein gesunder Austausch zwischen den beiden Bereichen kann ein Gamechanger sein – in der Beziehung zu sich selbst und auch zu anderen. Eine Verbindung zu erschaffen zwischen dem Kopf und Körper.
Energiearbeit, so wie ich sie verstehe und erlebe, durch meine Ausbildungen gelernt und durch Praxis an Menschen mehrfach erlebt habe, kann eine Menge bewegen – in seinem eigenen persönlichen Tempo. Man kann Zugänge schaffen, die durch die Ratio, also den Verstand, noch verborgen sind, weil man über die Emotionen an die Punkte kommt und dann erst die Ratio das Verstehen einleiten kann.
Nehmen wir wieder den Atem: Den muss man nicht verstehen, oder? Er ist ein Mechanismus, der überwiegend unbewusst funktioniert und man weiss wozu dieser da ist. Bewusst damit arbeiten bringt einen tiefer in der Körper und auch ins mehr fühlen.
Energiearbeit und Menschlichkeit: Warum gerade jetzt?
Neben den ganzen neuen digitalen Veränderungen, wird alles schneller, und unsere Sinne werden überreizter. Und das merken wir bereits alle: dieses Überreizt-Sein der Menschen, gleichzeitig ganz viel Lethargie. Menschen stumpfen ab und benötigen noch mehr Reize, um irgendwie zu reagieren. Das hat so viele Gründe, warum das so ist. Unteranderen, weil sich keine Zeit genommen wird, wirklich mal abzuschalten, also bei sich anzukommen, Pausen zu machen. Alles soll schnell, schnell gehen – sogar die Entspannung selbst.
Was aber dadurch passiert: Menschen haben kaum eine Beziehung zu sich selbst bzw. pflegen sie kaum noch. Menschen wissen nicht mehr, wer sie sind, was sie wollen und was sie wirklich brauchen. Sie verlassen sich viel zu oft darauf, was andere sagen und anbieten. Sie folgen nicht mehr dem, was in ihnen vorgeht, sondern nur dem, was in ihnen getriggert wird, und stellen sich kaum noch die Fragen: Was hat es mit ihnen zu tun? Ist das wirklich, was ich will und was ich brauche? Warum beschäftige ich mit Dramen anderer?
Meine Beobachtung als IT-Kind der 80er
Ich verstehe, wie es sich irgendwie so schleichend erschaffen hat. Ich bin Baujahr 1983, und ich kenne noch analoge Telefone, dass man bei anderen geklingelt hat, um spielen zu gehen, stundenlang raus in die Natur und spielen, Höhlen bauen, Verstecken spielen, Internet mit Modem, von schweren Rechnern und dann immer dünner werdende Laptops.
Mein beruflicher Werdegang ist stark von der IT-Branche geprägt: Ich bin gelernte IT-Systemkauffrau, und meine Karriere ging über Softwaresupport, Qualitätssicherung und Produktmanagement. Alles wurde schneller und schneller, und Menschen versuchten mitzuhalten bzw. versuchen es. Aber ich habe auch genug erlebt, wie Menschen an diesen Schnelligkeitskonzepten zusammengefallen sind. Das dauerhafte Schulterzucken hat Einzug gehalten, weil es einfach nicht mehr zu leisten ist. Menschen verlieren sich, werden immer frustrierter, gleichzeitig so gelangweilt und überfordert von allem, immer das Gleiche und nicht wirklich voranzukommen. Das hat natürlich viele Gründe und betrifft alle Branchen, und eines muss man anerkennen: Die Menschen versuchen mitzuhalten, aber gleichzeitig vergessen sie sich dabei.
Ich sehe aber genau jetzt die Chance, die Geschwindigkeiten wieder individueller zu gestalten, bei sich selbst menschlicher werden zu lassen.
Geräte können ausgeschaltet werden – wir Menschen nicht!
Die künstliche Energie kann abgeschaltet werden – wir Menschen nicht!
Wir müssen uns nicht allem anpassen – denn die Entwicklung passiert auch ohne uns, überall und immer mehr!
Ich sehe diese verrückte Zeit, wo Leistungsdruck einem Existenzkampf gleicht, als etwas, um Individuelles zu erschaffen und damit auch eine Balance zu erschaffen zwischen Hustle und Ruhe.
Natürliche vs. künstliche Energie
In den spirituellen Kreisen heißt es: „Alles ist Energie.“ Und das ist kein hoch spirituelles Konzept, selbst Einstein sagte dazu:
Alles ist Energie. Gleiche dich der Frequenz der Realität an, die du möchtest und du kreierst diese Realität. Das ist keine Philosophie, das ist Physik.
A. Einstein
Energiearbeit auf natürliche Art und Weise ist menschlich und individuell. Für mich dürfen wir wieder genau das erobern, wieder nutzbar(er) machen, sich selbst wieder fühlen und die künstliche Energie ab und an mal ausschalten. Also Geräte aus, natürliches Licht und analoge Möglichkeiten sich zu beschäftigen.
- Bei sich ankommen
- Mit sich selbst und dem Körper wahrnehmen
- Atmen
- Spazieren
- Raus in die Natur
- Mit den Händen etwas tun
- Mit der eigenen Stimme arbeiten
- Mit dem Körper in Bewegung sein
Es geht immer mehr darum, bei sich anzukommen, sich selber wahrzunehmen – die Beziehung zu sich selbst wieder zu stärken. Denn wenn wir nicht bei uns sind, folgen wir fast schon unbewusst allem anderen aber weniger uns. Das ist Energiearbeit auf der natürlichsten Art und Weise – sich selbst wieder wahrzunehmen und es sollte sich auch natürlich anfühlen und sein Leben zu erschaffen:
- Zu merken, was bei einem so abgeht, ohne in den Widerstand zu gehen
- Sich bewusste Pausen zu nehmen für das, was man denkt, fühlt und zu sich nimmt
- Wahrzunehmen, was einen gerade belastet
- Zu erkennen, was an einem an Information klebt
- Zu sortieren, was wir ungefragt übernommen haben
- Sich auch mal ruhige Momente zu erschaffen
- Weniger zu fragen, was man will – obwohl das richtig ist – sondern eher zu fragen: WAS man braucht!
Lasst uns Energiearbeit etablieren – ohne Hokuspokus
Es geht um keinen spirituellen Hokuspokus, keine Gurus, denen man folgt, nicht um stundenlang meditieren oder Trancezustände. Es geht auch nicht um einen Glauben an feinstoffliche Welten und ihre verschiedenen Gestalten.
Es geht um jeden einzelnen Menschen und seine ganz persönliche Energie – nicht komprimiert auf das Nötigste, sondern pulsierend und lebend! Es geht um den Glauben an sich selbst – selbst wenn man nicht an sich glaubt! Es geht um das Fühlen, um eine Verbindung und Vertrauen zu seinem Körper zu schaffen und damit auch zu Emotionen und Intuition.
Für mich war das neben der ganzen persönlichen Weiterentwicklung anhand von verschiedenen Methoden und Konzepten nochmal ein entscheidender Blick. Bis heute mache ich regelmäßig diese Arbeit – auch manchmal mit komplizierten und komplexen und vielleicht auch verrückten Methoden und Konzepten. Aber alles hat bei mir und der Beziehung zu mir selbst begonnen. All das, was ich da mit hineingegossen habe an Ideen und Impulsen, hat mich unterstützt.
Für mich als starken Kopfmenschen, wieder rein in den Körper zu kommen, das Bewusstsein für mich und natürliche Prozesse zu nutzen, um wieder in die Energie zu kommen – das war ein Gamechanger.
Deine Chance: Hin zu dir selbst
Ich sehe es als eine sehr gute Chance für uns Menschen – uns mehr Zeit zu nehmen, um nicht kopflos, emotionsabgeschnitten und verkünstelt durchs Leben zu gehen. Dafür ein Bewusstsein zu schaffen, das ist mein persönlicher Herzenswunsch: eine gesunde Leistung, um seine Ruhepausen auch wirklich dafür zu nutzen. Eine Balance zwischen Künstlichem und Natürlichem und wieder eine Beziehung zu sich selbst erschaffen, aufbauen bzw. wiedererwecken und zu stärken.
Manchmal ist es die schwerste Arbeit, die man machen möchte – die Beziehung zu sich selbst wieder aufnehmen – weil man sich mit sich beschäftigen muss, immer! Mit allem Guten oder eher weniger. Ich kann aber an der Stelle sagen: Ja klar, geht man sich selbst sehr auf die Nerven ab und an, es kann aber auch das Schönste sein, was passiert, wenn man das Gefühl hat: „Ich bin irgendwie wieder ich selbst!“
Starte jetzt mit deiner individuellen natürlichen Energiearbeit:
Wenn du einen Einstieg in deine Energie finden möchtest, dann nutze gerne meine kostenfreie Vorlage: „Erinnere Dich an Dich“. Du erschaffst dir einen Zugang, indem du dir Zeit nimmst, über den Tag ab und an zu schauen, was du denkst, fühlst und was du so „verdaust“.
Lass mir gerne deine Gedanken da – in den Kommentaren oder auch direkt per E-Mail. Ich freue mich, von dir zu lesen.
Liebe Grüße,
Nicole
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