Ich bin – mit tieferen und höheren Sinn
Wie weit bist du gerade von deinem Wunschleben entfernt?
Wenn du dieses kleine Experiment machen möchtest: Nimm ein Blatt Papier – oder noch einfacher, strecke deine Arme aus wo ist dein heute und wo in welcher Entfernung ist das was du möchtest. Fühl dich ein in dein Jetzt. Und dann spür mal, wo dein Wunschleben gerade symbolisch steht. Geht es in die Richtung? Entfernt es sich eher? Oder ist es scheinbar stehen geblieben?
Und ist das wo du gerade bist auch das was du mit Dir verbindest in einem sinnvollen Kontext? Ich glaube wir Menschen sind derzeit wirklich an gesellschaftlichen Grenzen angelangt, weil wir uns verändern jeder im einzelnen und doch kollektiv in verschiedenen Geschwindigkeiten. Es gibt ein Konzept namens Spiral Dynamics was die Veränderungen und Entwicklungen gut darstellt und warum sich alles so chaotisch anfühlt. Und vielleicht ist das derzeit auch die wichtigste Zeit um in sich selbst mehr auf die Suche zu gehen und äussere Umstände nicht alles bestimmen zu lassen?
Zu viel Außen, zu wenig Innen
In den letzten Wochen und Monaten begegne ich an vielen Stellen immer wieder denselben Botschaften – und sie landen fast alle in einem Pool aus Aufregung, Krise und dem Gefühl, dass sich alles verändert. Man sitzt da wie ein Fischer am Teich und wartet, dass eine Lösung anbeißt.
Tut sie aber nicht. Zumindest seltener als erhofft.
Warum? Weil wir oft zu sehr im Außen sind. Zu sehr damit beschäftigt, was da draußen passiert. Und ich sage nicht, dass es unwichtig ist, das Weltgeschehen zu verfolgen – aber manchmal ist es schlicht zu viel. Und genau damit halten wir uns immer wieder davon ab, den Teich zu wechseln. Den eigenen Teich. Den, in dem die Dinge schwimmen, die wirklich etwas mit uns zu tun haben – die uns weiterbringen und einem echten Ich bin am nächsten kommen.
Was „Ich bin“ wirklich bedeutet
Ich bin kann spirituell hochaufgeladen sein – ganz im Sinne von Präsenz, Sein, Bewusstsein. Aber es ist auch ganz konkret: Es ist das, was uns Sinn gibt. Was uns antreibt, uns weiterzuentwickeln, Größeres zu erschaffen und zu erlauben.
Ich habe das Gefühl, dass wir uns in verschiedene Ich bin-Lager aufteilen – und das ist völlig in Ordnung.
Es gibt Menschen, die ihre Identität ständig hinterfragen. Die suchen, zweifeln und sich fragen, was das alles bedeutet. Und es gibt Menschen, die sich mit dem zufriedengeben, was ist. Beide Haltungen haben ihre Zeit. Beide haben Vor- und Nachteile. Ich kenne beide Zustände – das Zufriedengeben und das Nicht-Zufriedengeben. Das Suchen, das Infragestellen, das Loslassen von dem, was man zu sein glaubte.
Ich bin ist kein statischer Dauerzustand. Es ist ein flexibler Weg.
Ich bin – als Prozess
Das Thema Ich bin ist nicht nur ein Zustand – es ist ein Prozess. Eine Entwicklung. Immer mit dir selbst im Blick und mit allem, was du dir wirklich wünschst. Und mit wirklich meine ich genau das: daran arbeiten. Lösungswege suchen. Ausprobieren. Neujustieren. Sich selbst reflektieren.
All das dient einem tieferen Ich bin.
Ich bin selbst schon länger auf diesem Weg – und er hat mich immer wieder gefordert. Ich durfte lernen loszulassen. Eine alte Identität, die mich gefangen gehalten hat. Und gleichzeitig wusste ich lange nicht einmal, wohin es gehen sollte. Nur weg von dem, was nicht mehr stimmte.
Dazu kamen ständige Zweifel – auch weil ich mich durch meine Entwicklung von vielem entfernt habe, was als „normal“ oder „gesellschaftlich angepasst“ gilt.
Aber was ist, wenn der Sinn im Alten plötzlich verschwindet und eher nagt als nährt? Was ist, wenn sich alles, was sich gut angefühlt hat, komplett verändert? Und wenn man dafür nicht mal Worte findet – nur dieses Gefühl: Es fühlt sich so komisch an. Aber irgendwie auch richtig.
Ich bin – vielschichtig und individuell
Ich bin lässt sich aus so vielen Blickwinkeln betrachten. Es ist keine Einheitslösung für alle, sondern ein höchst individueller Weg. Mit Parallelen zu anderen – aber nie identisch.
Und es hat nicht immer etwas Leuchtendes, Hochschwingendes. Ich bin ist das, was man denkt, fühlt, wie man handelt – und was man verarbeitet. Auch im informellen Sinne. Es ist eine Akzeptanz – nicht aus einem Mangelgefühl heraus, sondern aus Erweiterung.
Affirmationen und Afformationen: wenn Worte wirken dürfen
Ich habe dazu eine Sammlung an Affirmationen und Afformationen zusammengestellt – in einem Video zum Anhören und Mitlesen.
Ich finde diese Kombination wirklich wertvoll. Gerade an Tagen, an denen der Kopf voll ist und intellektuelle Inhalte eher anstrengen als nähren. Sätze, die einfach stehen bleiben können. Fragen, die tiefer graben, ohne sofort Antworten zu fordern. Das ist eine schöne Möglichkeit, einfach einzutauchen – in ein Ich bin, ein Ich verdiene, ein Ich wachse – und es wirken zu lassen.
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Oder auch hier gerne zum selber lesen und verinnerlichen:
Sich-Suchende sind Ich-bins mit Sinn
Vielleicht haben wir uns alle ein Stück weit verrannt – in Muster, die uns festhalten, nach denen wir uns aber gleichzeitig sehnen, sie zu verändern. Vielleicht sind wir alle Menschen, die suchen – nicht des Findens wegen, sondern um uns zurückzubesinnen. Auf das, was uns im Einzelnen ausmacht. Gepaart mit dem kritischen Hinterfragen von dem, was lange als gesetzt galt.
Denk mal an die Entwicklung der Frau – und was es an Mut, Mühe und Gegenwind gekostet hat, dahin zu kommen, wo sie heute steht. Vielleicht lässt sich der derzeitige gesellschaftliche Wirbel ähnlich verstehen: die tiefe Sinnsuche der Millennials, die kollektiven Umbrüche – all das ist anstrengend, stößt auf Widerstand. Aber im Kern geht es darum, ein neues Ich bin zu erschaffen. Kollektiv. Gemeinschaftlich. Mit dem Mut, sich von dem zu lösen, was nicht mehr passt.
Ich freue mich riesig, wenn du Lust hast, mir einen Kommentar zu hinterlassen oder in einen direkten Austausch zu gehen.
Liebe Grüße,
Nicole
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