Der Sinn – an sich selbst zu glauben
Glaubst du, dass der Glaube Berge versetzen kann?
Und wenn ja – an was oder wen darf man glauben?
Es gibt die verschiedensten Glaubensrichtungen, verbunden mit Religionen und Göttern in unterschiedlichsten Formen. In der Menschheitsgeschichte war der Glaube immer da. Und gleichzeitig ist so vieles passiert, das einen Fragen stellen lässt – an den Glauben selbst, an Systeme, an Menschen, an das, was einem einmal sicher schien.
Ich gehöre keiner Religion an und glaube nicht an den einen Gott. Aber ich habe erkannt, wie wichtig es sein kann, einen Glauben zu entwickeln – und zwar vor allem in sich selbst. Vielleicht ist das sogar die wichtigste Fähigkeit, die wir für unsere Zukunft brauchen: der Glaube an und zu sich selbst.
Was steckt hinter dem Glauben an sich selbst?
Man kann diesen Glauben an sich selbst mit vielen Eigenschaften verknüpfen – Selbstwert, Selbstvertrauen, Selbstwirksamkeit, Selbstwahrnehmung. Viele Selbst-Anteile, die zusammen das Selbstbild formen.
Der Glaube an sich selbst hat dabei einen besonderen Vorteil: Du musst nichts schönreden. Du brauchst keine perfekte Version von dir zu verkaufen – weder dir noch anderen. Stattdessen entsteht eine Haltung der Akzeptanz. Eine Fähigkeit, anzunehmen, was gerade ist, ohne es sofort verändern zu müssen.
Das klingt vielleicht paradox – und genau darüber habe ich auch eine Meditation auf meinem YouTube-Kanal aufgenommen: Akzeptanz in der Nichtakzeptanz. Schau gerne rein, wenn dich das Thema berührt.
Wir sind Sinnwesen – mit mehr als fünf Sinnen
Wir Menschen sind Sinnwesen. Sinnliche Wesen, schon allein körperlich betrachtet. Im Idealfall haben wir alle Sinne beisammen – auch wenn der Alltag uns nicht selten auf ein Fließband setzt und abends wieder ausspuckt, mit Fragen wie: Wie sinnvoll war dieser Tag? Was habe ich erreicht? Wo habe ich heute selbst Sinn erschaffen?
Neben unseren bekannten Sinnen haben wir noch etwas anderes: den sogenannten siebten Sinn. Ein inneres Stimmchen – auch Intuition genannt – das uns leise Dinge zuflüstert. Das uns etwas anzweifeln lässt, was im ersten Moment doch in Ordnung schien. Wir kennen es alle, diesen Instinkt. Manchmal ist er schwer von einer rein emotionalen Reaktion zu unterscheiden – denn die kommt schnell, laut und aufgeladen. Die Intuition dagegen ist eher leise. Fast schüchtern.
Und die Frage ist: Wie oft glauben wir ihr? Und wie oft haben wir im Nachhinein erkannt, dass sie recht hatte?
Unsere Sinne geben uns Orientierung – im Leisen wie im Lauten, im Fühlbaren und Spürbaren. Und doch vertrauen wir ihnen immer weniger, weil sie überhitzt und überreizt sind. Vielleicht dürfen wir den Sinn genau dort finden: im Glauben an das, was in uns ist. An das, was wir uns wünschen. An das, was uns antreibt. An das, was uns Verbindung schenkt.
Wenn der Glaube an andere bricht
In den letzten Jahren sind Glaubensbrüche auf vielen Ebenen eingezogen. Viele Menschen haben Vertrauen verloren – in andere Menschen, in Systeme, in eine ruhigere Zukunft, in die Vernunft und gepflegte Moral vieler Institutionen. Was derzeit ans Licht kommt, sind keine geborgenen Schätze – es sind menschliche Geschichten, die fast schon unglaublich wirken.
Und das tut mir persönlich leid.
Gleichzeitig glaube ich daran, dass dieses Ans-Licht-Kommen Veränderungen mit sich bringt. Dass aus Glaubensbrüchen neue Verbindungen entstehen – nicht im religiösen Sinne, sondern echte menschliche Verbindungen zwischen Menschen mit ähnlichen Werten, ähnlichen Fragen, ähnlichem Suchen.
Denn oft formt sich Neues genau dann, wenn Altes bricht. Aus Trümmern und Scherben kann etwas entstehen – wenn man es neu zusammensetzt. In einer alten, neuen Form.
Und alles beginnt mit dem Glauben daran, dass man selbst dazu etwas beitragen kann.
Sehnsüchte, Lücken und der Glaube, sie zu verdienen
Jeder von uns trägt Wünsche in sich. Sehnsüchte. Gefühlte Lücken, die gefüllt werden wollen. Viele sind Suchende – nach einem erfüllenden Job, nach tiefen Beziehungen, nach Freundschaften, die tragen. Nach etwas, das bleibt und sich nicht wieder verflüchtigt.
Aber ist es nicht vielleicht der Glaube an sich selbst, der den Unterschied macht? Der Glaube, dass man all das verdient – gepaart mit der Akzeptanz, dass alles seine Zeit hat? Oder der Glaube, dass man noch ein paar Dinge in sich aufarbeiten darf, die Platz machen für das, was wirklich kommen soll?
Wenn man an sich glaubt, wird nicht automatisch alles leichter. Aber es entsteht etwas Wertvolles: eine innere Unterstützung, unabhängig von äußeren Umständen. Ein innerer Sinn. Eine intrinsische Motivation, die Gedanken in etwas Greifbares zu verwandeln.
Jeden Tag ein bisschen mehr glauben
Den Glauben an sich selbst kann man trainieren – jeden Tag, in kleinen Schritten.
Dazu habe ich Affirmationen und Afformationen zusammengestellt und kostenlos auf YouTube veröffentlicht – zum Anhören und Mitlesen. Für die Tage, an denen der Kopf voll ist und man einfach nur eintauchen möchte. In ein Ich glaube an mich. In ein Ich darf das. In ein leises, aber beständiges Ja zu sich selbst.
Falls das Video nicht laden sollte – dann Hier entlang.

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Nicole
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