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Sinn erschaffen statt suchen: Deine Fähigkeit, Sinn im Leben zu gestalten

Wie steht es gerade so mit dem Sinn in deinem Leben? Das kann eine tiefgreifende und auch sehr persönliche Frage sein – sie führt aber immer an dieselbe Stelle bei sich selbst: zur Fähigkeit, Sinn zu erkennen, zu suchen und vor allem zu erschaffen.

Ich gehöre zur Generation Millennial und kenne die Sinnsuche aus eigener Erfahrung sehr gut. Es hat mich die unangenehmen Fragen stellen lassen, aber auch den Blickwinkel um 180 Grad auf mich gerichtet. Und dabei geht es mir nicht um den großen Knall, nicht um den einen alles verändernden Moment. Sondern darum, ein Gefühl von Frustration zu verändern. Denn Sinn ist immer im Leben vorhanden – wir suchen nur oft nach etwas Außergewöhnlichem und übersehen dabei die stillen, leisen Sinnquellen des Alltags. Die, die keinen Applaus bekommen – außer von dir selbst.

Ich habe in den letzten Jahren viele Ansätze zur Sinnfrage kennengelernt. Sinnsuche ist immer auch persönliche Entwicklung. Sie sucht nach Lösungswegen und will Schmerz auflösen. Aber wenn der Schmerz der Sinnsuche beginnt, geht es nicht darum, ihn schnell zu stillen – sondern darum, was dahintersteckt: das Gefühl von Bedeutung, von Antrieb, von Verbundenheit, von etwas, das bleibt, von Ausdruck finden, von Glücklich sein, Freude usw.
Frage an Dich: Womit verbindest du Sinn?
Für mich habe ich auch erkannt es was nicht ist – nur beschäftigt sein. Heute können wir uns mit so vielem beschäftigen, dass das Gefühl von Beschäftigtsein füllt – die Qualität des Sinns dabei eher nebensächlich ist.

In diesem Beitrag geht es deshalb weniger um die große Sinnfrage, sondern um die Fähigkeit, Sinn im Leben zu erschaffen – nicht ausschliesslich zu suchen.

Was ist der Unterschied: Sinn suchen oder Sinn erschaffen?

Wenn man etwas sucht, schwingt für mich persönlich oft eine Brise Mangel mit. Man ist mit dem, was gerade ist, nicht zufrieden – bewusst oder unbewusst. Man möchte es sofort abstellen und etwas Besseres haben. Das darf sein – es ist sogar wichtig, diesen Muskel zu trainieren, der nach mehr strebt. Aber niemals auf Kosten der kleinen, einfachen Dinge die wir dann übersehen.

Es gibt viele Ansätze, die sagen: Raus aus dem Mangeldenken, rein ins Think-Big-Prinzip. Aber mal ehrlich gefragt – wenn man mit aller Kraft aus einem vermeintlichen Mangel herauswill, was verstärkt man dann gleichzeitig? Genau: den Mangel selbst. Das Gefühl von nicht gut genug, nicht ausreichend. Und was nicht aktiv bearbeitet wird, zieht uns wie eine Gravitationskraft immer wieder zurück – mal deutlich, mal subtil.

Erschaffen hingegen bedeutet: etwas sehen, das sich verändern darf – Stück für Stück. Ein Haus entsteht Stein für Stein, ein Lebenslauf Tag für Tag. Schaffensprozesse sind so wertvoll, weil wir erleben, wie etwas wächst – und umso tiefer verstehen wir seinen Wert. So ist für mich auch der Wendepunkt: Wenn die Sinnfrage eine liebevolle Klatsche verpasst, kann man anfangen, statt den „einen“ Sinn zu suchen, die eigene Fähigkeit Sinn zu erschaffen zu aktivieren. Und wie eine Ist-Analyse erkennen was an Sinn bereits im Leben ist.

Dazu habe ich ein Tool entwickelt und nenne es Sinninventur.
Kostenfrei und ohne EMail-Eintragung kannst du dir das gerne in PDF-Form herunterladen.

Drei Etappen, um Sinn zu erschaffen

Ich teile diesen Prozess der Ist-Analyse gerne in drei Etappen – die auch die Basis meiner Sinninventur bilden:

1. Erkennen und benennen

Wir kommen alle an einen Punkt, wo es plötzlich heißt: Alles Mist! Und das mag in diesem Moment durchaus passen. Denn wenn Sinn wegbricht, verfallen wir in tiefe Gedanken und Gefühle – die aber auch richtig und wichtig sind. Aus eigener Erfahrung: Wir erkennen in solchen Momenten, dass sich etwas verschieben und verabschieden möchte und das kann schmerzhaft und angenehm sein. Denn oft kommt auch ein Gefühl einher was alles in Frage stellt.
** Hinweis: Ich spreche an der Stelle aus meiner Erfahrung und finde es sehr wichtig zu erwähnen – es ist immer gut sich ggf. professionelle Hilfe zu suchen auch je nach Befinden therapeutisch.

Was ich in meinen Coachings nutze und selbst so eingestiegen bin, ist die Ist-Analyse: erstmal klar machen, was wirklich ist.

Im Kontext Sinn bedeutet das: eine Sinninventur machen.
Erkenne deine bereits vorhandenen Sinnquellen.
Beantworte, warum sie für dich bedeutsam sind – und es ist völlig egal, wie winzig sie sich anfühlen oder was andere dazu sagen. Es ist deins.
Es gibt dir ein Gefühl. Und welches das ist, darfst du benennen.

Kleine Geschichte dazu: Ich habe neulich ein Gespräch zwischen Ben von Ungeskriptet und Gerald Hüther gehört. Ben fragt seine Gesprächspartner immer: Stell dir vor, du verlierst morgen deinen Verstand – und hast ein Post-it, auf dem du eine Sache aufschreibst, an die du dich erinnern willst. Was steht drauf? Gerald sagte: Schlüsselblume. Ich fand das wunderschön – und es zeigt, wie persönlich und einfach Sinn sein kann. Die Blume als Antwort: lebendig und so nahbar.

Statt Sinnsuche – Sinn erkennen im IST.

2. Leben und zu deinem machen

Wenn du deine Sinnquellen kennst – nochmal: egal wie groß oder klein – dann ist das eine Momentaufnahme – eine Inventur.
Sinn darf sich jederzeit verändern. Etwas darf dazukommen, etwas darf gehen. Sinn ist nichts Statisches mehr, sondern etwas Flexibles, Lebendiges, sich ergänzendes.

Auch wenn beruflich ein klares Ziel den Hauptanteil des Sinns ausmacht – es muss nicht das Einzige sein. Sinn darf sich aus vielen verschiedenen Ausschnitten des Lebens zu einem Gesamtbild zusammensetzen. Einem sogenannten Sinnbild.

Es darf sich verändern. Es darf wachsen. Es darf etwas völlig Neues hinzukommen. Ausprobieren statt nur Methoden studieren. Ich habe viele Ansätze angeschaut – Human Design, Numerologie, persönlichkeitstests und mehr. Auf der rationalen Ebene fand ich vieles. Aber bewegen tut sich etwas wenn man es anwendet – ich persönlich sehe das auch oft so, das bereits das sich selbst beobachten in Verbindung mit dem gelernten schon viel bewirken kann. Kleinigkeiten entdecken, sich freue, sich selbst feiern und von dort aus kann auch neues hinzukommen.

In meiner kostenlosen Sinninventur habe ich auch eine Seite hingefügt wo man täglich wie ein kleines Sinntagebuch führen kann.

3. Das Sinnbild entstehen lassen

Ein Bild entsteht aus vielen einzelnen Punkten – wir sehen immer nur das große Ganze. Aber ein Gemälde besteht aus unzähligen Pinselstrichen, einem Rahmen, einer Leinwand, Farbpigmenten, Wasser. Und es braucht seine Zeit, bis es sichtbar ist. Oft hat man eine Vorstellung davon – aber wenn es fertig ist, macht es meist einen ganz neuen Eindruck, überrascht sogar.

Das ist ein Schaffensprozess. So verstehe ich auch das Sinnbild: nicht das sofortige Sehen und 1:1 Haben, sondern Schritt für Schritt voranzugehen. Wenn wir unseren Ist-Zustand erkennen, haben wir die Chance, ihn wertzuschätzen, bewusster damit umzugehen – und von dort aus zu ergänzen und zu verändern.

Diese wilde, irre Zeit ist für viele eine Chance: für individuelle Erkenntnisse, für kollektive Veränderungen. Und alles beginnt im Kleinen. Die Menschheit entstand aus einer einzigen Zelle – schau, was daraus geworden ist. Was unser Körper jeden Tag leistet, erschafft und baut. Was unser Geist mit jeder neuen Information verknüpft. Wir können entscheiden: erkennen, sehen, sammeln, ausprobieren, verändern. All das sind Fähigkeiten, die den Sinn lebendig machen – oder eingefahren halten.

Dein nächster Schritt: die Sinninventur

Nutze mein kostenloses Sinn-Werkzeug – die Sinninventur – und schärfe den Blick dafür, was bereits in deinem Leben ist. Trainiere deinen Sinn-Muskel täglich und erkenne, was bleiben darf und was sich verändern möchte.
Ich habe auch eine Audio-Session aufgenommen mit stärkenden Affirmationen & Afformationen die diese Fähigkeit Sinn zu erschaffen aktivieren – kostenfrei auf meinem Youtube-Kanal.

Sinn im Leben ist uns allen gegeben – bereits als wir eine einzige Zelle waren. Danke, liebe Eltern für das Match der Komponenten 🙂

Ich bin neugierig auf deine Gedanken zum Thema Sinn – schreib mir gerne oder folge mir auf meinen Kanälen. Ich freue mich auf Gleichgesinnte und alle Sinn-Interessierten.

Herzliche Grüße,

Nicole

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