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Sinn-Wortkosmos

Das Thema „Sinn“ – mit all seinen alten Fragen und daraus resultierenden Zuständen – fühlt sich oft unerträglich schwer an. Besonders dann, wenn man an Wendepunkte im Leben gerät und plötzlich zwischen „sinnhaft“ und „sinnlost“ hin- und hergeworfen wird. In den letzten Jahren habe ich mich sehr bewusst, manchmal aber auch ganz indirekt, mit genau diesen Phasen beschäftigt.

Ich bin Single, habe weder Partner noch Kinder – einiges davon war eine bewusste Entscheidung, anderes weniger. Beruflich erreichte ich einen Punkt, an dem das „Warum mache ich das eigentlich?“ zur Dauerschleife wurde und sich unangenehme Gefühle wie in einem Hamsterrad drehten. Ich stand an einer Schwelle und fragte mich: „War das jetzt alles?“ Doch mein innerer Antreiber wollte diese Frage so nicht stehen lassen.

Im Laufe der Zeit sind für mich verschiedene neue Wörter entstanden – nicht nur, um der Schwere der altbekannten Begriffe etwas entgegenzusetzen, sondern auch, um ein kleines Schmunzeln zu erzeugen. Hier ist mein persönlicher Zugang:

Sinnlost: „Lost“ steht im Englischen für verloren oder verschollen – man ist quasi vom Radar verschwunden. Wir kennen alle das Wort „sinnlos“, doch Sinnlost beschreibt etwas anderes: das Gefühl, sich in der Fülle der Möglichkeiten zu verlieren und das eigene Sinn-Erleben nur noch unbewusst wahrzunehmen.

Sinnqualität: Sinn ist kein binärer Zustand (ja oder nein), sondern ein Spektrum mit vielen feinen Facetten. In meinem kostenfreien Tool „Sinninventur“ habe ich das mit einer Skala von 1 bis 9 verdeutlicht. Wir tun eigentlich immer sinnvolle Dinge, aber manchmal ist es die fehlende Qualität des Erlebens, die uns zweifeln lässt.

Sinnquellen: Dieser Begriff wurde unter anderem von Dr. Tatjana Schnell geprägt. Er beschreibt die riesige Palette an Bereichen, in denen wir Sinn finden können. Weil diese Vielfalt so individuell ist, gibt es beim Thema Sinn kein „Richtig“ oder „Falsch“ – es ist absolut persönlich.

Sinnfusion: Wenn sich verschiedene Dinge zusammenfügen, miteinander matchen und im Einzelnen wie im Ganzen ein Gefühl von Sinnhaftigkeit erschaffen. Man kann es auch als Sinnbild bezeichnen.

Sinnshift: Ein Wechsel, eine Art Wendepunkt, an dem sich das, was bis dato als sinnhaft empfunden wurde, plötzlich verändert. „Vermeintlich“ plötzlich, weil sich vieles oft bereits ankündigt, aber wir es meist übersehen oder übergehen.

Sinnbreite: Viele finden und leben einen Sinn über Jahre. In Wirklichkeit sind es aber meist mehrere – bewusst oder unbewusst. Die Breite gibt an, wie viele Sinnquellen man im Leben nutzt. Es schafft ein schönes Bewusstsein, wie ein Fundament, auf dem man seinen Sinn aufbaut.

Sinnerschöpft: Wenn wir an Dingen oder Tätigkeiten keinen Sinn mehr sehen und regelrecht erschöpft sind.

Sinn-Inventur: Die Ist-Analyse und Bestandsaufnahme aller Sinnquellen, die man aktuell nutzt. Wie ein Warenlager, das gerade durchgezählt wird.

SinnChaos: Wenn uns zu viele Ideen, Handlungen und ständig neue Informationen erreichen, die mehr Chaos darüber verursachen, was gerade Sinn macht und was nicht.

Sinnverschiebung: Ähnlich wie der Sinnshift ein Prozess, aber meist abrupter – etwa durch ein einschneidendes Erlebnis wie eine plötzliche Trennung.

Die Folgenden Wörter sind klassische aber von mir erfundene, die noch ausgearbeitet werden, nach und nach. Sollte dir noch ein verrücktes neues Wort einfallen, dann lass mir gerne eine Kommentar da oder schreib mir direkt.

KLassische Sinn-Wörter

Sinnbewusstsein, Sinnsuche, Sinnentdecker, Sinnfinder, Sinnhaft, Sinngabe, Sinnreich, Sinnanalyse, Sinnkompetenz, Sinnquelle, Sinnbereich, Sinnerfahrung, Sinnstiftung, Sinnverlust, Sinnwende, Sinnrausch, Sinnschöpfung, Sinngedanke.

Meine neukreationen

Sinnflusion, Sinnektuell, Sinnmiskel, Sinnnumpft, Sinnsunft, Sinnschauer, Sinnverrührt, Sinnfleiss, Sinnschnörkel, Sinnschrankr, Sinnverklebt, Sinnentfolgt, Sinngeschnürt, Sinndimension, Sinnlebendig, Sinnerschöpft, Sinnvariablen, Sinvernebelt, Sinnneusortierung, Sinnneuausrichtung, Sinnverspinnt, Sinngeschwindt, Sinngewinn, Sinnkraft, Sinnbezug, Sinnanker, Sinnalgorytmus, Sinnwelt, Sinnresonanz, Sinnradar, Sinnfutter, Sinnloch, Sinnthema, Sinnmass, Sinnflucht, Sinnpassiv, Sinnaktiv, Sinnfantastisch, Sinnraum, Sinnartig, Sinnfund, Sinngesund, Sinngrund, Sinnwucht, Sinnschlicht, Sinnkluft, Sinnlich, Sinnlicht, Sinnpflicht, Sinnsicht, Sinnberührt, Sinnverführt, Sinnflexion, Sinntention, Sinnnörgel, Sinnblockaden, Sinnmauern, Sinnkunft, Sinnkunst, Sinnlust, Sinnfrust, Sinntraum, Sinnimperium, Sinnpreis, Sinnkreis, Sinndanke, Sinntausch, Sinnerschöpfung, Sinnschmiede, Sinnschaffung, Sinnerschaffen, Sinnschaffenskraft, Sinnleicht, Sinnschwer, Sinnminimalismus, Sinndruck, Sinnbefähigt

Die „Sinn-Rollen“

Purpose-Engineer, Sinn-Architekt, Sinn-Administrator, Sinn-Investor.

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