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Selbstannahme lernen: 36 kraftvolle Reflexionsfragen

Stellst du dir gerne selbst Fragen?
Manchmal können uns Fragen von anderen wirklich nerven, vor allem wenn wir keine Antwort haben bzw. diese nicht geben wollen. Ja, sogar wenn wir die Antworten vor uns selbst auch nicht preisgeben wollen – ein Eingeständnis, oder?Ich war lange ein Mensch, der sich damit kaum beschäftigt hatte – mit Fragen also, solchen, die etwas tiefer gehen und auch fast schon bohrend sein können.
Mit der Zeit habe ich allerdings erkannt, wie unfassbar wichtig die „richtigen“ Fragen sein können. Denn sie sind Schlüssel zu neuen Antworten, auch wenn dies durchaus etwas länger dauern kann. Manchmal brauchen gute und nachhaltige Antworten Zeit!

Wer kennt es nicht, diesen Moment, wo du dir eine Frage nach etwas stellst – banal wie Namen oder wo ist XY oder auch nach Lösungen für ein komplexes Thema – und dann in Momenten, wo man sich entspannt oder Routineaufgaben macht, mit anderen spricht, dann kommen die Antworten.

Selbst auf Antworten zu kommen, stärkt deine Beziehung zu dir selbst, je nach Kontext und Rahmen, und damit meine ich: Wenn du damit Lösungen für schwierige Situationen findest, dann stärkt es deinen Selbstwert, oder?
Wenn es Antworten sind die dich plötzlich Antreiben erhöht das seine Selbstwirksamkeit.
Wenn es Antworten sind die zunächst Schmerzvoll sind aber dann so ein innerliches „Sch***, ja.“ erzeugen – verändert es deine Beziehung zu dir selbst indem du einen Selbstehrlichen Blick öffnest.

Fragen der Selbstannahme und Selbstanerkennung

Antworten finden Zugänge zu unserem Selbst, zu Anteilen in uns, die getriggert werden und mit den Informationen etwas tun oder nicht tun bzw. ganz unscheinbar etwas tun.

Menschen sind wundervoll komplex, und das sollen sie auch sein, und es wird immer wichtiger, sich seiner Komplexität bewusster zu werden und damit zu arbeiten. Das erschafft man sehr gut mit Fragen, also in einer Selbstkommunikation und auch durch das Wahrnehmen, wie und was da gerade gefühlt wird, aber auch was wir so an Sinneseindrücken zu uns nehmen, verdauen oder nicht verdauen. Diese einzelnen wichtigen Punkte führen dann auch zu einem Bewusstsein für deine Selbstannahme und auch Akzeptanz, was bei dir so los ist, was auch sehr gut mit regelmäßigen Fragen unterstützt, gestärkt bzw. zunächst ein Zugang geschaffen wird.

Vielen fällt es zunehmend schwerer, sich selbst anzunehmen oder zu akzeptieren. Das hat viele Gründe, die sehr bewusst oder unbewusst sind. Aus meiner Sicht umso wichtiger, wieder zu beginnen, sich wieder mehr kennenzulernen, anstatt im Außen nach immer wieder neuen Ablenkungen zu suchen – sich vom Außen leiten zu lassen und seinen inneren Kompass dadurch durchdrehen zu lassen.

Wie erschafft man Selbstakzeptanz und Selbstannahme?

Die vermeintlich einfachste Sache ist – sich selbst immer wieder zu beobachten in guten wie in destruktiven Momenten: wie man mit sich spricht, was man fühlt, vor allem wenn man durch andere Menschen sehr stark beeinflusst wird und beginnt, sich selbst kleiner und unsichtbarer zu machen. Aber auch wenn man beginnt, andere Menschen abzuwerten und sich größer zu machen.

Nicht, um dann zum Schluss zu kommen: „Boah, ich bin ein schlechter Mensch, weil ich so denke“, nein, sondern sich selbst anzunehmen, was da so passiert, und zu akzeptieren, dass man gerade so denkt, so fühlt.

Ich finde das so wichtig und übe das seit Jahren immer wieder selbst bei mir und erwische mich, wie ich dann Dinge wegdrücken will oder nicht so Schönes denke, aber ich erinnere mich und stelle mir dann Fragen: Warum denke ich das? Was hat der Gedanke mit mir zu tun? Warum konnte der Mensch mich selbst so provozieren? Warum bin ich gerade so gereizt – grundlos?

In meiner Welt denke ich immer wieder: Wir haben uns bewiesen, Meister in Wegdrücken, Fingerpointing, Opferhaltung, Leistungsdruck und vielem mehr sein zu können und auch das temporär sein zu müssen – ist punktuell sehr wichtig. Allerdings wird in meiner Beobachtung nicht mehr versucht, das zu verstehen und andere Wege zu finden, sondern es schnell, schnell weghaben zu wollen. Und die Möglichkeiten sind unendlich – wir brauchen uns kaum noch mit uns selbst zu beschäftigen, weil das fast schon zu anstrengend geworden ist. Aber alles beginnt bei einem selbst – und wenn das mal tief gesickert ist, entsteht ein ganz neuer Blick auf die Beziehung zu uns selbst.

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Die Beziehung zu Fragen verstehen

Zu Beginn schrieb ich schon: Fragen sind nicht immer so ’ne Sache von jedem, und auch je nach Schwere der Fragen kann das echt sitzen, und die Antworten können weitreichende Folgen haben.

Die Beziehung zu uns selbst entsteht unter anderen, auch durch die Qualität der Fragen und Antworten, die wir uns selbst geben.

Ich habe an der Stelle 36 Fragen zusammengestellt zum Thema Selbstannahme und Akzeptanz. Je nach Set gehen diese immer tiefer.

Fragen erschaffen Stabilität.

Wie kannst du mit den 36 Fragen arbeiten?

Wichtig dabei: Die Frage ist wichtiger als die Antwort – bedeutet: Frage lesen, annehmen, akzeptieren, dass sie da ist, und auch die Akzeptanz, gerade keine Antwort zu haben. Damit nimmt man die Frage bewusst an und lässt die Antworten arbeiten.
Tiefer Widerstand gegenüber einer Frage hat ein sehr positives Signal – dann weiß man, dass man gerade gegen eine innerliche Tür gerannt ist.

Option 1: Du nimmst dir 36 Tage lang eine Frage vor.

Option 2: Man kann sich aber auch Set für Set vornehmen – jeweils an einem Wochenende oder drei aufeinanderfolgende Tage.

Option 3: Oder an einem kuscheligen Sonntag alle Fragen auf einmal.

Was macht man mit den Antworten?

Aufschreiben, wirken lassen, oder auch mit jemandem darüber sprechen.

Man kann diese Fragen auch gegenseitig nutzen und so vielleicht ein ganz neues Gesprächsthema eröffnen. Was durchaus auch nicht nur der Beziehung, dem Bewusstsein zu sich selbst neue Blickwinkel eröffnet, sondern auch in anderen Beziehungen zu anderen Menschen.

Set 1: Verbindung & Bewusstsein (Selbstwahrnehmung & Einstieg)

1. Welche kleinen Dinge machen mich im Alltag glücklich?
2. Wann habe ich mich zuletzt rundum zufrieden gefühlt – und warum?
3. Welche Entscheidungen habe ich aus dem Bauch heraus getroffen, und wie liefen sie?
4. Wie äußert sich meine Intuition in meinem Alltag?
5. Wann habe ich zuletzt bewusst auf meine innere Stimme gehört?
6. Welche drei Eigenschaften schätze ich an mir selbst am meisten?
7. Was würde ein guter Freund oder eine gute Freundin Positives über mich sagen?
8. Wo spüre ich aktuell Dankbarkeit in meinem Leben?
9. In welchen Lebensbereichen fühle ich mich am freiest?
10. Was bedeutet innere Freiheit für mich persönlich?
11. Was brauche ich, um mich zufrieden zu fühlen?
12. Wie kann ich mir selbst mehr Anerkennung schenken?

Set 2: Tiefer Blick nach innen (Muster, Werte, Selbstannahme)

13. In welchen Situationen ignoriere ich meine innere Stimme – und warum?
14. Welche alten Glaubenssätze halten mich zurück?
15. Welche Eigenschaften an mir habe ich lange abgelehnt?
16. Wie spreche ich innerlich mit mir, wenn ich scheitere?
17. Welche Rolle spielt Selbstfürsorge für mich – und wo vernachlässige ich sie?18. Welche wiederkehrenden Zweifel habe ich über mich selbst?
19. Was hilft mir, meine innere Stimme besser wahrzunehmen?
20. Welche Fragen stelle ich mir, wenn ich Orientierung brauche?
21. Wo herrscht aktuell Unklarheit in meinem Leben?
22. Wie gehe ich mit meinen Schwächen um?
23. Was würde sich verändern, wenn ich mich voll und ganz annehme?
24. Was hilft mir, Klarheit in schwierigen Situationen zu gewinnen?

Set 3: Selbstführung, Integration & Vision

  1. Was bedeutet für mich echte innere Freiheit?
  2. Welche Veränderung wünsche ich mir für meine innere Welt?
  3. Welche Routinen helfen mir, in Kontakt mit mir selbst zu bleiben?
  4. Was ist mein erster kleiner Schritt in Richtung mehr Selbstannahme?
  5. Wie kann ich meine innere Stimme, Freiheit, Zufriedenheit und Klarheit im Alltag stärken?
  6. Welche positiven Selbstgespräche kann ich etablieren?
  7. Welche Vision habe ich für mein bestes Selbst?
  8. Wer oder was inspiriert mich, mein authentisches Selbst zu leben?
  9. Wie möchte ich mich in einem Jahr fühlen, wenn ich diesen Fragen regelmäßig nachgehe?
  10. Worauf bin ich an mir selbst besonders stolz?
  11. Welche Stimme in mir verdient es, lauter gehört zu werden?
  12. Welche Entscheidung aus meiner Vergangenheit erfüllt mich mit innerem Frieden?

Hinterlasse mir gerne per Kommentar oder direkter E-Mail mit deiner Meinung zu den Fragen oder auch deinen Erkenntnissen. Ich freue mich über einen Austausch und neue Blickwinkel.

Du findest auch viele weitere Fragen zur Selbstreflexion in weiteren Blogbeiträgen – schau gerne HIER vorbei.

Liebe Grüße,
Nicole

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2 Antworten zu „Selbstannahme lernen: 36 kraftvolle Reflexionsfragen“

  1. Danke für die inspirierenden Fragen … ich nehme die ersten 3 jetzt mal mit nach draussen auf meinen Spaziergang.

    Einen wunderschönen Wochenende-Ausklang wünsche ich dir,
    liebe Grüsse aus Zürich,
    Tanja

    1. Das freut mich sehr zu lesen.
      Danke für deinen Kommentar, Tanja.

      Liebe Grüsse Nicole

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