Selbstkommunikation: 33 Ideen um bewusster mit Gedanken umzugehen
Was denkst du so den ganzen Tag?
Machst du Dir Gedanken über deine Gedanken? Und vorallem wie gehst du mit diesen Gedanken um, was lässt es dich tun oder nicht tun?
Viele Gedanken sind uns nicht bewusst – und das ist auch vollkommen in Ordnung und auch wichtig an einigen Stellen. Allerdings sehe ich auch immer mehr die Tendenz, dass Menschen sich fast schon mit Gedanken überschlagen, weil sie keine Entscheidung treffen wollen, denken sie wüssten nicht genug, verfallen in Selbstzweifel usw. oder denken weniger ihre Gedanken, zweifeln auch keine Gedanken mehr bei sich an. Das wichtigste was wir Menschen haben ist unser freier Geist oder? Das wichtigste ist das wir Menschen haben ist unser fühlen und verbunden mit dem uns selbst bewusst sein – selbstbewusstsein.
All diese wichtigen Punkte sind Zugang zu unsere Selbstbeziehung – der Beziehung zu uns selbst. Wir haben Beziehungen zu anderen Menschen auf verschiedenste Arten, Weise und auch Tiefen.
Ich sehe einen wichtigen Weg, dass wir unsere Beziehung zu uns selbst wieder erobern dürfen – zurückerobern. Und das ist ein sehr individueller Prozess, welcher in meinen Augen aus drei wichtigen Ebenen besteht: Selbstkommunikation (Gedanken, innere Dialoge), Selbstwahrnehmung (Fühlen, innere Widerstände) und Selbstfürsorge (Konsum). Das Alltagsrauschen, die Ungeduld, das Leisten und das sich immer weniger selbst bewusst zu sein, lässt uns fast von uns selbst entfremden.
Diese Prozesse sind durchaus bei jedem vertreten und haben ihre eigene Komplexität. Aber ich habe auch immer mehr und mehr gemerkt, wie wichtig die Selbstkommunikation ist – um mit Neugier und Forscherhaltung zu erkennen, was da in einem wirklich vor sich geht und dass dadurch mit sich selbst viel ehrlicher gesprochen werden kann.
Vielleicht klingt es irgendwie befremdlich: Selbstkommunikation, Selbstgespräche laut oder leise, aber wir sind lebendige Wesen, und dazu gehört Kommunikation mit außen und auch mit innen.
Wir wollen vieles sein: erfolgreich, verstanden, selbstbewusst, stark und vieles mehr. Aber alles beginnt mit den Gedanken, die uns dabei unterstützen, das zu sein, was wir sein wollen, oder sie können uns auch davon abhalten – beides beginnt mit den Gedanken unserer innerlichen Kommunikation. Umso ehrlicher wir damit umgehen – vor allem mit uns selbst – umso mehr kann im Außen auch entstehen, was wir möchten.
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In diesem Artikel teile ich weitere Ideen, Gedanken, Übungen, wie du je nach Tageszeit deine Selbstkommunikation für nur ein paar Augenblicke beobachten kannst, um von dort aus die inneren Dialoge vielleicht immer mehr und mehr zu verändern. Und deine Beziehung zu Dir wieder mehr und mehr bewusster zu werden. Du findest je nach Tageszeit Inspirationen um mal ab und an mal einen Gedankencheck einzubauen.
Morgens: Den Tag mit klarer Atmosphäre beginnen (1-11)
- Starte mit bewusster Stille: Bevor du zum Handy greifst, nimm dir 2-3 Minuten bewusste Stille. Lass deinen ersten Gedanken des Tages bewusst entstehen, anstatt ihn von außen vorgegeben zu bekommen.
- Setze deine Gedanken-Intention: Frage dich: „Wie möchte ich heute denken?“ Stelle dir vor, du programmierst deine Gedanken-Atmosphäre wie einen Thermostat.
- Praktiziere den „Erste-Gedanke-Check“: Welcher Gedanke kommt als erstes? Ist er positiv, neutral oder negativ? Ohne Bewertung – nur Wahrnehmung.
- Ersetze Nachrichten durch Inspiration: Statt morgens die Welt-Probleme zu konsumieren, lies etwas Aufbauendes oder höre inspirierende Musik.
- Nutze Morgen-Affirmationen bewusst: Nicht mechanisch, sondern gefühlt. „Ich wähle heute klare, liebevolle Gedanken.“
- Praktiziere Gedanken-Atmung: Bei jedem Einatmen stelle dir vor, du atmest klare, frische Gedanken ein. Beim Ausatmen lässt du verwirrte, schwere Gedanken los.
- Führe ein 5-Minuten-Gedanken-Tagebuch: Schreibe ungefiltert auf, was dir durch den Kopf geht. Das schafft Bewusstsein und Entlastung.
- Stelle dir deine „Gedanken-Wettervorhersage“ vor: Wie wird dein mentales Wetter heute? Sonnig, bewölkt, stürmisch? Du bist der Meteorologe.
- Praktiziere den „Gedanken-Reset“: Wenn dir negative Gedanken auffallen, atme dreimal tief und sage innerlich: „Reset. Neuer Start.“
- Nutze bewusste Dankbarkeits-Gedanken: Drei konkrete Dinge, für die du dankbar bist – das programmiert deine Gedanken-Atmosphäre positiv.
- Erstelle deine mentale To-Do-Liste bewusst: Nicht alles auf einmal denken wollen. Priorisiere auch deine Gedanken.
Tagsüber: Gedanken-Atmosphäre bewusst regulieren (Pkt.: 12-22) - Praktiziere Gedanken-Pausen: Alle 2 Stunden für 1 Minute innehalten und fragen: „Was denke ich gerade? Wie fühlt sich meine Gedanken-Atmosphäre an?“
- Erkenne Gedankenkreisläufe: Wenn du merkst, dass du im Kreis denkst, stoppe bewusst und frage: „Bringt mich dieser Gedanke weiter oder hält er mich fest?“
- Nutze den „Gedanken-Beobachter“: Stelle dir vor, du sitzt auf einer Bank und beobachtest deine Gedanken wie Wolken, die vorbeiziehen.
- Praktiziere bewusste Gedanken-Hygiene: Wie du deine Zähne putzt, kannst du auch deine Gedanken „putzen“ – negative rausfiltern, positive verstärken.
- Unterbreche automatische Gedankenmuster: Wenn du dich in bekannten Sorgen-Schleifen wiedererkennst, sage innerlich „STOPP“ und lenke bewusst um.
- Nutze Gedanken-Anker: Bestimmte Worte oder Bilder, zu denen du zurückkehrst, wenn deine Gedanken abdriften. Z.B. „Ruhe“, „Klarheit“, „Ich bin hier“.
- Praktiziere den „Gedanken-Perspektivwechsel“: Betrachte schwierige Situationen aus verschiedenen Blickwinkeln. „Was würde mein bester Freund dazu sagen?“
- Führe Gedanken-Dialoge: Statt gegen negative Gedanken zu kämpfen, führe liebevolle Selbstgespräche. „Ich verstehe, dass du dir Sorgen machst…“
- Nutze Bewegung als Gedanken-Reiniger: Ein kurzer Spaziergang oder ein paar Kniebeugen können festgefahrene Gedankenmuster auflockern.
- Praktiziere bewusstes Gedanken-Switching: Von Problem-Fokus zu Lösungs-Fokus wechseln. „Was ist möglich?“ statt „Was ist alles schlecht?“
- Erkenne deine Gedanken-Trigger: Was löst regelmäßig negative Gedankenspiralen aus? Menschen, Orte, Situationen, Uhrzeiten?
Abends: Gedanken-Atmosphäre klären und beruhigen (Pkt.: 23-33) - Praktiziere Gedanken-Inventur: Was habe ich heute gedacht? Welche Gedanken haben mir genützt, welche geschadet?
- Führe bewusste Gedanken-Entlastung durch: Schreibe alle kreisenden Gedanken auf ein Blatt Papier, um sie aus dem Kopf zu bekommen.
- Nutze die „Gedanken-Parkplatz-Technik“: Gedanken, die dich beschäftigen, aber jetzt nicht lösbar sind, „parkst“ du bewusst für morgen.
- Praktiziere Gedanken-Vergebung: Vergib dir selbst für negative oder unproduktive Gedanken des Tages. Du lernst noch.
- Schaffe bewusste Gedanken-Übergänge: Vom Arbeits-Modus in den Entspannungs-Modus. „Jetzt denke ich an Erholung.“
- Nutze positive Gedanken-Programmierung: Denke bewusst an schöne Erlebnisse des Tages oder Dinge, auf die du dich freust.
- Praktiziere Gedanken-Dankbarkeit: Bedanke dich bei deinem Kopf für seine Arbeit heute – auch wenn nicht alles perfekt war.
- Erkenne Gedanken-Müdigkeit: Wenn dein Kopf müde ist, zwinge ihn nicht zu denken. Gib ihm Ruhe wie einem müden Körper.
- Nutze beruhigende Gedanken-Bilder: Stelle dir vor, wie sich deine Gedanken-Atmosphäre beruhigt – wie ein See, der still wird.
- Praktiziere Gedanken-Loslassen: Atme aus und lass bewusst alle Gedanken des Tages ziehen. Du musst sie nicht festhalten.
- Setze deine Nacht-Intention vor dem Einschlafen: „Während ich schlafe, sortiert und regeneriert sich meine Gedanken-Atmosphäre. Morgen beginne ich frisch.“
Deine Gedanken-Pflege
Diese 33 Punkte sind wie kleine Helferlein für deine tägliche Gedanken-Hygiene. Du putzt täglich deine Zähne – genauso kannst du täglich deine Gedanken-Atmosphäre pflegen, beobachten, lernen. Wie ein Gedankenforscher, wie ein Forscher allgemein, die auch erstmal beobachten, verstehen, verknüpfen und analysieren. Bei Selbstkommunikation geht es weniger um das strenge Analysieren, sondern mehr um das Beobachten und Lernen, um von dort auch immer wieder sich selbst regelmäßig zu befragen.
Empfehlung, wie du mit den 33 Punkten arbeiten kannst:
Starte klein: Wähle 3-5 Punkte aus, die dich besonders ansprechen. Praktiziere sie eine Woche lang bewusst und schau mal, was es mit dir macht. Schreibe deine Erkenntnisse auf.
Nutze auch gerne die bereits erwähnte Vorlage „Erinnere Dich an Dich“, um dich jeden Tag damit zu verbinden und neue Gedanken einzubauen.
Erinnere dich gerne: Deine Gedanken erschaffen deine Realität. Eine klare, bewusste Gedanken-Atmosphäre ist der Schlüssel zu einem erfüllteren Leben. Denn deine Gedanken sind (d)ein Werkzeug, was man nutzen und verändern kann. Veränderung an sich selbst kann am meisten funktionieren und nachhaltig sein, wenn man an einem Punkt erstmal erkennt und wahrnimmt, was da so bei einem vor sich geht.
Ich freue mich, von dir in den Kommentaren zu lesen oder schreib mir gerne auch direkt.
Liebe Grüße,
Nicole
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