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Sich selbst ignorieren: 5 Zeichen & was das mit deiner Selbstbeziehung macht

Ignorierst du dich selbst?
Interessante Frage, oder? Und dabei ist sie so wichtig, denn wenn man sich selbst zu oft und zu lange ignoriert – das ist die größte Form der Selbstablehnung, die du dir antun kannst.
Langfristig verlierst du das Gefühl für dich selbst – für deine Bedürfnisse, Träume und Wünsche. Und dabei verbringst du dein ganzes Leben mit dir, oder? Warum vergisst du dich dann? Warum geht es immer nur um die anderen?

Ich weiß, manchmal wollen wir uns nicht mit uns selbst beschäftigen, weil es anstrengend ist. Doch oft liegen darunter tiefere Gründe – Gefühle, die wir nicht fühlen wollen. Gedanken oder Erinnerungen, die wir lieber verdrängen würden. Aber sie sind da und sind meist der Grund, warum wir uns dann selbst ignorieren wollen und es machen. Viele Menschen ignorieren die Ruhe, die sie eigentlich brauchen. Viele wissen noch nicht, dass sie mehr erschaffen können, wenn sie sich wirklich Zeit für sich selbst nehmen. Sie können klarer Prioritäten setzen und lernen, für sich einzustehen. Für mich begann dieser Prozess vor einigen Jahren. Ich erkannte: Ich kann mich selbst nicht länger ignorieren. Ich ging das volle Risiko ein, schaute tiefer hin – und nahm mir bewusst Zeit für mich.

Ja, das kann im Außen Wirbelstürme auslösen. Es kann andere irritieren oder sogar verärgern. Aber ganz ehrlich: Wenn Menschen nicht verstehen, dass sich etwas verändern muss, wenn es einem nicht gut geht, dann hat das nichts mit dir zu tun – sondern mit ihnen selbst!
Deshalb mein Appell: Geh deinen Weg. Du musst dich nicht erklären. Sag, wie es ist – und versuche nicht, andere zu überzeugen oder mitzureißen. Die Menschen werden dich begleiten, wenn sie sehen, was diese Reise mit dir macht. Es ist wie ein lebendes Experiment – eines, das Türen öffnen kann, die vorher selbst für dich verschlossen waren.

In diesem Beitrag greife ich fünf wichtige Zeichen auf, die zeigen, dass du dich selbst ignorierst – und warum genau jetzt der richtige Zeitpunkt ist, deine Selbstbeziehung zu verändern und dich zu einer Prio zu machen.

1. Du machst dich zu keiner Priorität

Wenn du dich selbst nicht zur Priorität machst, übernehmen andere diese Rolle in den wenigsten Fällen für dich, sondern für sich selbst – und du rutschst auf der Prioleiter nach unten. Dabei geht es nicht um egoistischen Rückzug oder Gleichgültigkeit gegenüber anderen. Es geht um etwas zutiefst Menschliches: Selbstfürsorge und Selbstwahrnehmung. Natürlich dürfen wir für andere da sein, ihnen die Hand reichen, wenn sie uns brauchen. Aber wenn es nur noch um die anderen geht, machst du dich abhängig – von ihren Meinungen, Erwartungen und Bedürfnissen. Du machst dich abhängig von anderen, bewusst oder unbewusst.

Und schlimmer noch: Du machst auch andere von dir abhängig. Du gibst ihnen keine Chance, selbst zu wachsen, weil du dich ständig verantwortlich fühlst. Indem du dich selbst vergisst, verwehrst du nicht nur dir dein eigenes Wachstum – sondern auch den Menschen um dich herum.

Oder du hältst dich im schlimmsten Fall immer wieder im Opferzustand fest – Fingerpointing und Schuldzuweisungen, immer sind es die anderen.

Aber das Größte ist, sich zur Prio zu machen und damit immer Selbstverantwortung zu übernehmen.

2. Du pflegst destruktive Muster

Wenn du dich selbst und deine Bedürfnisse immer wieder ignorierst, sucht sich dein System automatisch Ersatz – Dinge, die dich kurzfristig beruhigen oder befriedigen, aber langfristig keine Lösung sind. Es ist ein Selbstschutzmechanismus, der dich auf Dauer vom Wesentlichen entfernt und auch ablenkt.

Du verfällst in eine Art Schlummermodus: Du scrollst stundenlang durch Social Media, lenkst dich ab, konsumierst Lebensmittel oder Getränke, die dich betäuben statt nähren. Und all das nur, um dich nicht mit dir selbst auseinandersetzen zu müssen. Doch genau dort liegt der Schlüssel zur Veränderung – im bewussten Hinsehen statt im automatischen Ausweichen. Im Erkennen und im kleinsten Verändern.

Es sind nicht die riesigen Veränderungen im Leben, sondern die im Kleinen. Manchmal ist ein Gesamtblick wirklich wichtig, aber der verändert nichts, wenn man nicht einen Einstiegspunkt wählt und dann etwas verändert.

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Mach dich zu (d)einer Prio,

3. Dein Körper fordert ein

Wenn du ständig im Hustle-Modus bist – immer nur am Tun, Denken und Funktionieren – läufst du irgendwann nur noch auf Autopilot. Dein Körper beginnt dann, dir Signale zu senden. Oft nimmst du sie zwar wahr, aber du verstehst sie (noch) nicht bewusst oder tust sie als nebensächlich ab. Doch sie sind Botschaften. Zeichen dafür, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist. Dein Körper ist der wichtigste Gesprächspartner in der Beziehung zu dir selbst.

Unterschätze nie, wie viel Energie in dir steckt, wenn du dich wirklich wahrnimmst und deinem Körper das gibst, was er braucht. Das kann Schlafpflege sein, nährende Ernährung, regelmäßige Bewegung, frische Luft, Massagen, respektvolle Selbstkommunikation und vieles mehr.

Wir sind so schlaue Menschen und wissen oft sehr gut, was uns gut tut, oder? Warum machen wir es dann nicht? Ich denke, das liegt oft auch an dem Phänomen „Morgen ist auch noch ein Tag.“ Aber wenn du dich selbst zu einer Prio machst, dann heißt es plötzlich „Jetzt“.

4. Du tanzt immer wieder mit deinen Wenns und Abers

Unsere Gedankenstrudel laufen im Dauerbetrieb und sind erstaunlich einfallsreich, wenn es darum geht, uns etwas auszureden oder alles zu zerdenken. Die vielen „Wenns“ und „Abers“ halten dich beschäftigt – und dienen oft als elegante Ausrede, nicht den nächsten Schritt zu wagen, den du eigentlich willst und brauchst. Und klar haben sie auch ihren Nutzen und haben auch manchmal recht, aber halt nicht immer, oder? Wenn du ständig mit ihnen tanzt, dann verpasst du eventuell Chancen und ignorierst weiterhin Ideen, Wünsche und Ziele, oder?

Doch dieser Tanz lässt sich beenden. Sobald du entscheidest, aus dem Karussell auszusteigen, öffnet sich Raum für deinen eigenen Rhythmus. Klarheit entsteht, wenn du dich nicht länger von Ausflüchten leiten lässt, sondern den Takt selbst bestimmst und bewusst vorwärtsgehst. Selbstkommunikation ist da super wichtig, und durch regelmäßiges Selbstbefragen – wie z.B. ganz einfache Fragen an deine Wenns und Abers: Ist das wahr? Welche Beweise gibt es dafür oder auch dagegen?

Byron Katie hat darüber wundervolle Bücher geschrieben, und auf ihrer Webseite kann man sich auch kostenfrei Arbeitsblätter herunterladen – HIER.

Wenn du gerne meditierst oder auch gerne mal ausprobieren möchtest, dann nutze gerne meine kostenfreie Meditation auf YouTube – „Tanz mit den Wenns und Abers beenden„. Oder du nutzt meine Video-Session mit unterstützende Affirmationen und Afformationen um deinen Wenns und Abers bewusster zu werden, zum anhören und oder auch mitlesen.

5. Du denkst, du bist erfolglos

Wenn du dich selbst ständig ignorierst, verlierst du mit der Zeit das Gefühl für deinen Fortschritt, deine Erfolge, das, was du erreicht hast, erschaffen hast. Du glaubst, nicht voranzukommen – obwohl du eigentlich in Bewegung bist. Neue Routinen auszuprobieren fällt dir schwer, weil du im inneren Widerstand steckst. Du siehst die kleinen Schritte nicht mehr, die du bereits gehst bzw. gegangen bist. Und vielleicht machst du im schlimmsten Falle auch vieles klein, weil du es nicht so siehst.

Stattdessen verlierst du dich in großen Vorhaben und Erwartungen. Du überlädst deine To-do-Liste, um beschäftigt zu wirken – doch am Ende fühlst du dich ausgelaugt und hast kaum etwas wirklich abgeschlossen. Das Gefühl von Erfolg bleibt aus, nicht weil du nichts tust, sondern weil du dich selbst aus dem Blick verloren hast.

Warum ist das durchaus so? Du wartest die ganze Zeit auf Reaktionen, Resonanzen, Kopfstreicheleinheiten usw. von außen. Anstatt dich selbst mal wirklich wahrzunehmen und dich selbst zu feiern für das, was du machst und leistest, selbst wenn du da sagst – naja, es ist ja selbstverständlich, oder? Auch die – und vielleicht genau diese – sind sehr wichtig. Du stärkst deine Beziehung zu dir selbst so sehr, wenn du endlich beginnst, dich selbst zu feiern, dich selbst wahrzunehmen.

Geh das Risiko ein, dich Wieder neu kennezulernen

Als ich vor ein paar Jahren an dem Punkt gekommen bin, wo ich erkannte: Das ist so nicht richtig, wo ich bin, was ich bin, und dass andere Menschen ständig ihre Erwartungen, ihre Dramen auf mich abwälzen können. Und ich ungefragt einfach das übernommen habe, ein Punkt, wo ich selbst nicht mehr wusste, was ich wollte. An dem Punkt begann ich das Risiko voll einzugehen mich neu zu entwickeln.

Erkenne, wo du dich selbst ignorierst, und beginne es zu verändern – geh das Risiko ein, dich wieder mehr kennenzulernen und wirklich etwas zu verändern, anstatt in einer Wartehalle hin und her zu laufen, nur in Bewegung zu sein, aber nichts wirklich für dich selbst zu bewirken!

„Hör auf, dich zu ignorieren, und versuche es zu formulieren.“
– Nicole Wenk

Es geht darum, Dinge nicht einfach wegzuschieben – das können wir, das haben wir uns schon lange bewiesen. Das Wegschieben nicht mehr aufschieben, sondern anschauen, was los ist, und dich wieder zu einer Prio machen. Dich wieder zu fragen, was nach neuen Antworten klingt. Das ist oft der Punkt, an dem wir aus dem „Wenn und Aber“-Kreis aussteigen können. Denn sobald du beginnst, dir selbst deine Beweggründe zu erklären, entsteht Klarheit – und Klarheit ist der erste Schritt zu Veränderung.

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Liebe Grüße
Nicole

Liebe Grüsse Nicole

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