Selbstbeziehung stärken: 36 kraftvolle Reflexionsfragen
Welche Fragen stellst du dir für dich selbst?
Wir haben zig tausende Gedanken am Tag. Viele wiederholen sich, einige davon verschwinden schnell wieder, manche lassen Gefühle und Emotionen in Wallung bringen, manche hinterfragen wir nicht, obwohl wir das müssten, manche erheben uns und manche halten uns fest. Neben den Gedanken nehmen wir auch Tausende von Eindrücken auf, unsere Informationsverarbeitung läuft auf Hochtouren, und dabei hinterfragen wir immer weniger, was wir da so auf uns einfließen lassen – oft merken wir es dann, wenn wir einfach nur müde sind und kaum wissen, warum. Solche Momente kennen wir alle, oder?
All diese Schnelllebigkeit, dieses nicht endende „noch mehr“, inklusive unser immer steigender Leistungsdruck, aber auch das diffuse Gefühl von „Ich will mehr, weil ich mich trotzdem so unerfüllt fühle“, macht etwas mit uns – vor allem mit der Beziehung zu uns selbst. Wir entfremden uns viel mehr von uns selbst, als dass wir wieder mehr zu uns finden, und das hat die verschiedensten Gründe. Und viele liegen im Außen – wir sind ständig im Etwas-erreichen-wollen, Etwas-haben-wollen, ständig im Vergleich mit anderen. Und innerlich fühlen wir uns oft leerer, unerfüllter und versuchen immer mehr innerliche Lücken es irgendwie zu füllen. Jeder hat mittlerweile seine Strategien gefunden, um sich beschäftigt zu fühlen, um unbeschäftigt zu sein mit sich selbst – weil Frust und andere Gefühle überwiegen.
Aber was ist, wenn genau der Moment richtig ist, wo man es fühlt, um sich neue Fragen zu stellen? Nicht um sich mit der Antwortsuche zu nerven, sondern geduldig mit sich mal in einen Dialog zu gehen und zu fühlen, was ist, zu sortieren, was da noch unverarbeitet an einem klebt und welche Gedanken nicht mehr zu einem gehören oder mal eine andere Richtung einschlagen dürfen.
Der Einstieg, der zum Ausstieg wird
Viele scheuen sich noch, einen Einstieg zu finden, um einen Ausstieg aus alten Mustern, Gedanken usw. zu finden. Warum? Weil es eine Veränderung mit sich bringt, die man manchmal nicht überblicken kann. Aber dabei sollte es genau in dieser Zeit so wichtig werden, Erfüllung in uns selbst zu finden, anstatt in einem schnellen Konsum. Weil es überfordernd sein kann – wo steigt man ein, wo steigt man aus? Und was passiert dazwischen so?
Ich glaube, dass viele müde geworden sind, an ihr eigenes Wachstum zu glauben bzw. die Veränderung anzunehmen, weil so manche Streckenabschnitte auf dem Weg einfach so anstrengend waren und man froh war, diese „erledigt“, abgeschlossen zu haben. Klingt vielleicht ein wenig hart und anmaßend, aber so ist meine Erfahrung und Beobachtung, die nicht in einem Vorwurf endet, sondern in dem Mitgefühl dafür, wie anstrengend es auch ist – eine klare Entscheidung zu treffen und danach zu handeln. Um etwas zu verändern – aber manchmal kommt man auch an diesen Punkt, wo es wirklich genug ist.
Ich selbst kenne das, und ich kenne auch andere Menschen, die so einen Moment erreicht haben – und bevor es „zu spät“ ist, die Reißleine gezogen haben und etwas verändert. Im Denken, im Handeln – jeder hat seinen eigenen Einstiegspunkt gefunden und von dort aus nie wieder aufgehört weiterzumachen, ja sogar mit viel Lust und Neugier die nächsten Schritte eingeleitet und damit Schritt für Schritt eine ganz neue Beziehung mit sich selbst erschaffen.
Die wichtigste Beziehung deines Lebens
Die Beziehung zu uns selbst ist die wichtigste, die wir haben und pflegen sollten, aber ich kenne auch zu gut, wie schnell sich das ändern kann. Umso wichtiger: regelmäßig ein „Date“ mit sich zu haben und zu beobachten, was man denkt, was man fühlt und was gerade noch in einem arbeitet.
Dazu habe ich auch eine kostenfreie Vorlage, die du dir kostenfrei und unverbindlich in dein Postfach senden lassen kannst. HIER kannst du dich dafür eintragen.
Meiner Meinung nach besteht die Beziehung zu uns selbst aus drei wichtigen Punkten, die sich gegenseitig beeinflussen und uns zu den wundervollen komplexen Wesen machen, die wir nun mal sind: Gedanken, Gefühle und unsere Informationsaufnahme. Bei diesen Punkten geht es um die Selbstkommunikation, Selbstwahrnehmung und Selbstfürsorge. So wichtige Punkte, und wenn wir das eine besser verstehen und anders damit umgehen, umso schneller ziehen die anderen Bereiche nach, und nicht nur die Beziehung zu uns selbst, sondern auch zu anderen verändert sich zu etwas Positivem, Freundlichem, Erhebendem.
Was einen aufjedenfall immer unterstützt sind neue Fragen die man sich stellt und auch landen lassen kann.

Als Einstieg – Neue Fragen
Fragen helfen dir, dein Denken zu reflektieren, deine Gefühle bewusst zuzulassen und neue Wege im Umgang mit dir selbst zu finden. So stärkst du deine Verbindung zu dir – ganz ohne äußeren Lärm, sondern aus deiner eigenen inneren Klarheit heraus.
Nutze die Fragen, wie du möchtest: Entweder du nimmst dir pro Tag eine oder du nimmst dir für alle ein paar Stunden Zeit – es ist völlig dir überlassen wie du mit den Fragen arbeitest. Du kannst diese auch gerne in der Kombination nutzen – eine Frage zu Gedanken, Gefühlen usw.
Set 1 – Gedanken (Selbstkommunikation)
- Welche Gedanken begegnen dir morgens als erstes?
- Welche „Gedankenschleife“ kennst du nur zu gut?
- Wann denkst du besonders klar – und was hilft dir dabei?
- Was kritisierst du oft an dir?
- Welche deiner Gedanken spenden dir Kraft?
- Was würdest du denken, wenn du liebevoller mit dir wärst?
- Welche alten Überzeugungen belasten dein inneres Klima?
- Welche neuen Gedankenmuster möchtest du kultivieren?
- Welche Wörter benutzt du oft – und wie wirken sie auf dich?
- Was denkst du über Ruhe und Nichtstun?
- Wo denkst du zu viel – wo zu wenig?
- Welcher Gedanke würde heute dein inneres Klima verbessern?
Set 2 – Gefühle (Selbstwahrnehmung)
- Welche Emotion vermeidest du am meisten?
- Welche Gefühle kennst du gut – welche eher gar nicht?
- Wann fühlst du dich emotional frei?
- Wie reagierst du auf Wut – deine eigene oder die von anderen?
- Wann hast du dich zuletzt ehrlich gefreut?
- Welche Situation hat dich in letzter Zeit tief berührt?
- Wie gehst du mit emotionalem Schmerz um?
- Welche Gefühle zeigen dir, dass du gerade nicht bei dir bist?
- Welche Emotion darf mehr Raum in deinem Leben bekommen?
- Wie fühlt sich emotionale Balance für dich an?
- Was hilft dir, Gefühle in Bewegung zu bringen (z. B. Musik, Schreiben …)?
- Welche Emotionen machen dein inneres Klima leichter?
Set 3 – Selbstfürsorge
- Wie fühlt sich dein Körper nach einer typischen Mahlzeit an?
- Welche Informationen tun dir nicht gut – und warum nimmst du sie trotzdem auf?
- Was nährt dich wirklich – körperlich, geistig & seelisch?
- Wann greifst du zu Essen oder Medien, um nicht zu fühlen?
- Welche Rituale stärken dein Körpergefühl? Welche dein mentales Gleichgewicht?
- Wie oft konsumierst du bewusst – und wie oft nebenbei (Essen, Medien, Gespräche …)?
- Welche Nachrichten oder Inhalte heben deine Stimmung – welche ziehen dich runter?
- Wie fühlt sich dein Energielevel im Alltag an?
- Welche kleine Veränderung würdest du morgen ausprobieren wollen (z. B. Ernährung, Medien, Pausen)?
Eine Frage des Bewusstseins…
Wir Menschen entwickeln uns rasant, und wir tun es immer, ob wir das wollen oder nicht – und dabei vergessen wir oft, uns auch mal zu uns selbst zu besinnen oder das zu verarbeiten, was sich bereits in uns angestaut hat. Wir sind viel zu sehr von Gedanken belastet und erlauben uns kaum noch Fragen, die tiefer gehen könnten. Erschöpft von der ständigen Informationsflut greifen wir immer wieder auf dieselben Denkmuster zurück, die uns eher negativ beeinflussen als positiv.
Du findest weitere Fragen zu verschiedenen Themen Rund um die der Selbstbeziehung auf meinem Blog.
Lass mir gerne Gedanken in den Kommentaren oder auch direkt zukommen, ich freue mich darüber.
Liebe Grüße
Nicole
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